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Ich sehe, ich will, ich nehme

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Diese Ausgabe entspricht der weltweiten Standard Edition der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten
Adventech „Unser Auftrag“

Lies für das Studium dieser Woche:

2. Korinther 8,1–7
Matthäus 13,3–7.22
1. Mose 3,1–6
Jesaja 56,11
Matthäus 26,14–16
2. Petrus 1,5–9

 

Lutherbibel 1912

2.Korinther 8,1-7

1 Wir tun euch aber kund, liebe Brüder, die Gnade Gottes, die in den Gemeinden Mazedoniens gegeben ist. 2Denn bei vieler Bewährung in Trübsal war ihre Freude überschwenglich, und wiewohl sie sehr arm sind, haben sie doch reichlich gegeben in aller Lauterkeit. 3 Denn nach allem Vermögen, das bezeuge ich, und über Vermögen waren sie willig 4 und baten uns mit vielem Zureden, daß sie mithelfen dürften an dem Liebeswerk für die Heiligen; 5 und das nicht nur, wie wir hofften, sondern sie gaben sich selbst, zuerst dem Herrn und danach uns, durch den Willen Gottes. 6 So haben wir Titus zugeredet, daß er, wie er zuvor hatte angefangen, so auch solches Liebeswerk unter euch vollende. 7 Gleichwie ihr aber in allen Stücken reich seid, im Glauben und im Wort und in der Erkenntnis und in allem Fleiß und in der Liebe, die wir in euch erweckt haben, so schaffet, daß ihr auch in diesem Liebeswerk reich seid.

Matthäus 13,3-7

3 Und er redete zu ihnen mancherlei durch Gleichnisse und sprach: Siehe, es ging ein Säemann aus, zu säen. 4 Und indem er säte, fiel etliches an den Weg; da kamen die Vögel und fraßen’s auf. 5Etliches fiel in das Steinige, wo es nicht viel Erde hatte; und ging bald auf, darum dass es nicht tiefe Erde hatte. 6Als aber die Sonne aufging, verwelkte es, und dieweil es nicht Wurzel hatte, ward es dürre. 7 Etliches fiel unter die Dornen; und die Dornen wuchsen auf und erstickten’s.

Matthäus 13,22

22 Das aber unter die Dornen gesät ist, das ist, wenn jemand das Wort hört, und die Sorge dieser Welt und der Betrug des Reichtums erstickt das Wort, und er bringt nicht Frucht.

1 Mose 3,1-6

1 Und die Schlange war listiger denn alle Tiere auf dem Felde, die Gott der HERR gemacht hatte, und sprach zu dem Weibe: Ja, sollte Gott gesagt haben: Ihr sollt nicht essen von den Früchten der Bäume im Garten?2 Da sprach das Weib zu der Schlange: Wir essen von den Früchten der Bäume im Garten;3 aber von den Früchten des Baumes mitten im Garten hat Gott gesagt: Eßt nicht davon, rührt’s auch nicht an, daß ihr nicht sterbt.4 Da sprach die Schlange zum Weibe: Ihr werdet mitnichten des Todes sterben;5sondern Gott weiß, daß, welches Tages ihr davon eßt, so werden eure Augen aufgetan, und werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist.6 Und das Weib schaute an, daß von dem Baum gut zu essen wäre und daß er lieblich anzusehen und ein lustiger Baum wäre, weil er klug machte; und sie nahm von der Frucht und aß und gab ihrem Mann auch davon, und er aß.

Jesaja 56,11

11 Aber es sind gierige Hunde, die nie satt werden können. Das sind die Hirten, die keinen Verstand haben; ein jeder sieht auf seinen Weg, alle sind auf ihren Gewinn aus und sagen:

Matthäus 26,14-16

14 Da ging hin der Zwölf einer, mit Namen Judas Ischariot, zu den Hohenpriestern 15 und sprach: Was wollt ihr mir geben? Ich will ihn euch verraten. Und sie boten ihm dreißig Silberlinge. 16 Und von dem an suchte er Gelegenheit, dass er ihn verriete.

2.Petrus 1,5-9

5 So wendet allen euren Fleiß daran und beweist in eurem Glauben Tugend und in der Tugend Erkenntnis 6 und in der Erkenntnis Mäßigkeit und in der Mäßigkeit Geduld und in der Geduld Gottesfurcht 7 und in der Gottesfurcht brüderliche Liebe und in der brüderlichen Liebe die Liebe zu allen Menschen. 8 Denn wenn solches reichlich bei euch ist, werdet ihr nicht faul noch unfruchtbar sein in der Erkenntnis unsers Herrn Jesus Christus.9 Wer aber solches nicht hat, der ist blind und tappt im Dunkeln und hat vergessen, daß er rein geworden ist von seinen vorigen Sünden.

Merktext:
Bei dem aber unter die Dornen gesät ist, dieser ist es, der das Wort hört, und die Sorge der Zeit und der Betrug des Reichtums ersticken das Wort, und er bringt keine Frucht. (Mt 13,22 EB)

Die Liebe zu Geld und materiellem Besitz kann zu uns aus ganz verschiedenen Richtungen kommen. Ellen G. White beschrieb die Machenschaften des Teufels, uns durch die List des Materialismus zu locken. „Geht und macht die Besitzer von Land und Geld betrunken von den Sorgen dieses Lebens. Präsentiert die Welt vor ihnen im besten Licht, sodass sie ihre Schätze dort deponieren und sich auf irdische Dinge konzentrieren. Wir müssen unser Möglichstes tun, um jene, die für Gottes Werk arbeiten, daran zu hindern, Mittel zu erwerben, die sie gegen uns verwenden können. Haltet das Geld in euren eigenen Reihen. Je mehr Mittel sie in die Hand bekommen, umso mehr werden sie unserem Reich schaden und uns unsere Untertanen wegnehmen. Schaut, dass sie sich mehr um das Geld als um den Aufbau des Reiches Christi und die Verbreitung der Wahrheiten kümmern, die wir has-sen; dann brauchen wir ihren Einfluss nicht zu fürchten, denn wir wissen, dass jede egoistische, geldgierige Person unter unsere Macht kommen und schließlich von Gottes Volk getrennt werden wird.“ (Ellen G. White, Gottes Gaben verwalten, S. 156 f.)

Diese Machenschaften scheinen leider sehr gut zu funktionieren. Wir wollen uns diese Gefahren ansehen und betrachten, was uns das Wort Gottes sagt, damit wir diese geistliche Falle vermeiden können.

* Studiere diese Lektion zur Vorbereitung auf Sabbat, den 13. Januar.

 

Das Wohlstandsevangelium

Ein beliebter Fernsehprediger hat eine einfache Botschaft: Gott möchte dich segnen, und der Beweis seines Segens ist die Fülle an materiellem Besitz, der dir gehört. Anders ausgedrückt: Wenn du Gott treu bist, macht er dich reich. Diese Vorstellung – oder etwas andere Varianten dessen – nennt man Wohlstandsevangelium: Folge Gott und er wird dich reich an weltlichen Gern machen. Diese Idee ist nichts anderes als eine falsche theologische Rechtfertigung für Materialismus. Denn in Wirklichkeit sagt sie: Mhtest du materialistisch gesinnt sein und dich dabei wohlflen? Dann haben wir das „Evangelium“ f dich.

Doch das Evangelium mit garantiertem Reichtum zu verknüpfen, ist ein fehlgeleiteter Nebenschauplatz. Dieser Glaube schafft einen Missklang mit der Heiligen Schrift und spiegelt eine selbstzentrierte Theologie wider, die nichts weiter ist als eine Halbwahrheit in biblische Sprache gekleidet. Im Zentrum dieser Lüge findet sich das Thema, das das Zentrum aller Sünde ist, und das ist das eigene Ich und der Wunsch, dieses Ich vor allem anderen zu befriedigen.

Die Theologie des Wohlstandsevangeliums lehrt, dass wir, wenn wir Gott etwas geben, im Gegenzug eine Garantie für materiellen Reichtum erhalten. Aber das macht Gott zu einem Automaten und verwandelt unsere Beziehung zu ihm in nichts anderes als ein Geschäft: Ich tue dies und du versprichst, im Gegenzug das zu tun. Wir geben nicht, weil es die richtige Verhaltensweise ist, sondern weil wir etwas dafür erhalten möchten.

Das ist das Wohlstandsevangelium.

Lies 2. Korinther 8,1–7:

2.Korinther 8,1-7

1 Wir tun euch aber kund, liebe Brüder, die Gnade Gottes, die in den Gemeinden Mazedoniens gegeben ist. 2Denn bei vieler Bewährung in Trübsal war ihre Freude überschwenglich, und wiewohl sie sehr arm sind, haben sie doch reichlich gegeben in aller Lauterkeit. 3 Denn nach allem Vermögen, das bezeuge ich, und über Vermögen waren sie willig 4 und baten uns mit vielem Zureden, daß sie mithelfen dürften an dem Liebeswerk für die Heiligen; 5 und das nicht nur, wie wir hofften, sondern sie gaben sich selbst, zuerst dem Herrn und danach uns, durch den Willen Gottes. 6 So haben wir Titus zugeredet, daß er, wie er zuvor hatte angefangen, so auch solches Liebeswerk unter euch vollende. 7 Gleichwie ihr aber in allen Stücken reich seid, im Glauben und im Wort und in der Erkenntnis und in allem Fleiß und in der Liebe, die wir in euch erweckt haben, so schaffet, daß ihr auch in diesem Liebeswerk reich seid.

Was geschah hier? Welche Prinzipien sehen wir in diesen Versen, die gegen die Vorstellung des Wohlstandsevangeliums sprechen? Was meinte Paulus, wenn er über das „Gnadenwerk“ sprach? (2 Kor 8,7 EB)

2.Korinther 8,7

7 Gleichwie ihr aber in allen Stücken reich seid, im Glauben und im Wort und in der Erkenntnis und in allem Fleiß und in der Liebe, die wir in euch erweckt haben, so schaffet, daß ihr auch in diesem Liebeswerk reich seid.

Diese Menschen waren, „obwohl sie sehr arm“ waren (2 Kor 8,2), trotzdem sehr großzügig. Sie gaben sogar mehr, als sie sich leisten konnten. Texte wie dieser – und viele andere – helfen, die falsche Theologie des Wohlstandsevangeliums zu widerlegen. Die Lehre des Wohlstandsevangeliums besagt, dass du, wenn du richtig mit Gott lebst, viel materiellen Besitz haben wirst, der deine richtige Lebensweise belegt.

Welche Beispiele für Menschen kennst du, die Gott treu sind, aber nicht reich an weltlichem Besitz? Und welche Beispiele fallen dir für Menschen ein, die Gott nicht treu sind, aber reich an weltlichem Besitz? Was sollte uns dies darüber sagen, ob man Reichtum als Hinweis für Gottes Segen heranzie-hen kann?

 

Verschwommenes geistliches Sehvermögen

Wir brauchen die Bibel nicht, um uns eine offensichtliche Tatsache zu lehren: Die Sorgen und Reichtümer dieses Lebens sind vergänglich. Nichts hier hat auf lange Sicht Bestand. Paulus drückte es so aus: „Wir [sehen] nicht … auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare. Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig.“ (2 Kor 4,18)

2.Korinther 4,18

18 die wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare. Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig.

Christen sind kurzsichtig, wenn sie sich auf die Sorgen dieser Welt statt auf den Weg zum Himmel fixieren. Wenige Dinge können die Sicht auf diesen Weg stärker verschleiern als die Verlogenheit des Reichtums. Helen Keller, die blind war, sagte: „Der erbärmlichste Mensch auf der Welt ist derjenige, der sehen kann, aber keine Vision hat.“ Die Bibel ist gefüllt mit Beispielen von Menschen, die sehen konnten, aber tatsächlich geistlich blind waren.

„Einige lieben diese Welt so sehr, dass es ihre Liebe zur Wahrheit verschlingt. Während ihre Schätze hier zunehmen, verringert sich ihr Interesse an den himmlischen Schätzen. Je mehr sie von dieser Welt besitzen, desto mehr klammern sie sich daran, als hätten sie Angst, ihre begehrten Schätze würden ihnen genommen. Je mehr sie besitzen, desto weniger haben sie, das sie anderen geben können, denn je mehr sie haben, desto ärmer fühlen sie sich. Wie trügerisch ist doch Reichtum! Sie sehen und fühlen das, was Gottes Sache benötigt, nicht.“ (Ellen G. White, Spiritual Gifts, Bd. 2, S. 267)

Verschwommenes geistliches Sehvermögen gefährdet die ewige Erlösung. Es reicht nicht aus, Jesus im Blick zu behalten; wir müssen uns auf ihn fokussieren.

Lies Matthäus 13,3–7 und 22:

Matthäus 13,3-7

3 Und er redete zu ihnen mancherlei durch Gleichnisse und sprach: Siehe, es ging ein Säemann aus, zu säen. 4 Und indem er säte, fiel etliches an den Weg; da kamen die Vögel und fraßen’s auf. 5 Etliches fiel in das Steinige, wo es nicht viel Erde hatte; und ging bald auf, darum dass es nicht tiefe Erde hatte. 6 Als aber die Sonne aufging, verwelkte es, und dieweil es nicht Wurzel hatte, ward es dürre. 7 Etliches fiel unter die Dornen; und die Dornen wuchsen auf und erstickten’s.
Matthäus 13,22

22 Das aber unter die Dornen gesät ist, das ist, wenn jemand das Wort hört, und die Sorge dieser Welt und der Betrug des Reichtums erstickt das Wort, und er bringt nicht Frucht.

 

Vor welchen Gefahren warnte uns Jesus hier? Warum tappt jeder, ob reich oder arm, leicht in diese Falle?

Zuerst warnte uns Jesus vor der „Sorge der Welt“ (Mt 13,22). Jesus wusste, dass wir alle Sorgen haben, auch finanzielle. Die Armen sorgen sich darum, dass sie nicht genug haben; die Reichen sorgen sich darum, was sie sich noch wünschen könnten. Wir müssen jedoch darauf achten, dass solche Sor-gen nicht das Wort in unserem Leben ersticken (Mt 13,22).

Zweitens warnte uns Jesus vor dem „Betrug des Reichtums“ (Mt 13,22 EB). Obwohl Reichtümer an sich nicht schlecht sind, besitzen sie doch die Macht, uns so irrezuführen, dass sie uns in die letztendliche Zerstörung treiben.

Auf welche Weise kannst du in deinem eigenen Leben den „Betrug des Reichtums“ sehen? Welche praktischen Entscheidungen kannst du treffen, um dich selbst vor dieser Täuschung zu schützen?

 

Die Stufen der Habsucht

Wie alle Sünden beginnt Habsucht im Herzen. Sie beginnt in uns und arbeitet sich dann nach außen. Genau das geschah in Eden.

Lies 1. Mose 3,1–6:

1 Mose 3,1-6

1 Und die Schlange war listiger denn alle Tiere auf dem Felde, die Gott der HERR gemacht hatte, und sprach zu dem Weibe: Ja, sollte Gott gesagt haben: Ihr sollt nicht essen von den Früchten der Bäume im Garten?2 Da sprach das Weib zu der Schlange: Wir essen von den Früchten der Bäume im Garten;3 aber von den Früchten des Baumes mitten im Garten hat Gott gesagt: Eßt nicht davon, rührt’s auch nicht an, daß ihr nicht sterbt.4 Da sprach die Schlange zum Weibe: Ihr werdet mitnichten des Todes sterben;5 sondern Gott weiß, daß, welches Tages ihr davon eßt, so werden eure Augen aufgetan, und werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist.6 Und das Weib schaute an, daß von dem Baum gut zu essen wäre und daß er lieblich anzusehen und ein lustiger Baum wäre, weil er klug machte; und sie nahm von der Frucht und aß und gab ihrem Mann auch davon, und er aß.

Was tat Satan, um Eva zur Sünde zu verleiten? Auf welche Weise verwendet er durch die Jahrhunderte hindurch dieselben Prinzipien, um auch uns zu verführen?

„Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen wäre und verlockend, weil er klug machte. Und sie nahm von seiner Frucht und aß und gab ihrem Mann, der bei ihr war, auch davon und er aß.“ (1 Mo 3,6)

Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man denken, die Werbeindustrie hätte ihr Paradebeispiel, wie man Produkte verkauft, aus dem Bericht über den Garten Eden. Der Teufel präsentierte die Frucht des verbotenen Baums so, dass in Eva der Wunsch geweckt wurde, mehr zu wollen, als sie bereits hatte, und sie daraufhin dachte, dass sie mehr brauchen würde, als sie wirklich brauchte. Wie brillant! Ihr Sündenfall ist eine Demonstration der drei Schritte, die jeder von uns unternimmt, wenn wir der Habsucht verfallen: Ich sehe, ich will, ich nehme.

Habgier kann natürlich eine stille Sünde sein. Wie Begierde versteckt sie sich hinter dem Schleier unseres Fleisches. Aber wenn sie letztendlich Frucht bringt, kann sie zerstörerisch sein. Sie kann Beziehungen zerstören, Narben bei geliebten Menschen hinterlassen und uns anschließend mit Schuld peini-gen.

Wenn man Habsucht an die Oberfläche kommen lässt, wird sie jedes andere Prinzip außer Kraft setzen. König Ahab sah Nabots Weinberg, wollte ihn und schmollte, bis seine Königin Nabot deswegen ermorden ließ (1 Kön 21). Achan konnte nicht widerstehen, als er einen Mantel und Geld sah, also wollte er beides haben und nahm es sich (Jos 7,20–22). Habsucht ist letztlich nur eine andere Form vom Egoismus.

1 Koenige 21

1 Nach diesen Geschichten begab es sich: Naboth, ein Jesreeliter, hatte einen Weinberg in Jesreel, bei dem Palast Ahabs, des Königs von Samaria. 2 Und Ahab redete mit Naboth und sprach: Gib mir deinen Weinberg; ich will mir einen Kohlgarten daraus machen, weil er so nahe an meinem Hause liegt. Ich will dir einen besseren Weinberg dafür geben, oder, wenn dir’s gefällt, will ich dir Silber dafür geben, soviel er wert ist. 3 Aber Naboth sprach zu Ahab: Das lasse der HERR fern von mir sein, daß ich dir meiner Väter Erbe geben sollte! 4 Da kam Ahab heim voller Unmut und zornig um des Wortes willen, das Naboth, der Jesreeliter, zu ihm gesagt hatte: Ich will dir meiner Väter Erbe nicht geben. Und er legte sich auf sein Bett und wandte sein Antlitz ab und aß nicht. 5 Da kam seine Frau Isebel zu ihm hinein und redete mit ihm: Was ist’s, daß dein Geist so voller Unmut ist und daß du nicht issest? 6 Er sprach zu ihr: Ich habe mit Naboth, dem Jesreeliter, geredet und gesagt: Gib mir deinen Weinberg für Geld, oder, wenn es dir lieber ist, will ich dir einen andern dafür geben. Er aber sprach: Ich will dir meinen Weinberg nicht geben. 7 Da sprach seine Frau Isebel zu ihm: Du bist doch König über Israel! Steh auf und iß und sei guten Mutes! Ich werde dir den Weinberg Naboths, des Jesreeliters, verschaffen. 8 Und sie schrieb Briefe unter Ahabs Namen und versiegelte sie mit seinem Siegel und sandte sie zu den Ältesten und Oberen, die mit Naboth in seiner Stadt wohnten. 9 Und schrieb in den Briefen: Laßt ein Fasten ausrufen und setzt Naboth obenan im Volk, 10 und stellt ihm zwei ruchlose Männer gegenüber, die da zeugen und sprechen: Du hast Gott und den König gelästert! Und führt ihn hinaus und steinigt ihn, daß er stirbt. 11 Und die Ältesten und Oberen, die mit ihm in seiner Stadt wohnten, taten, wie ihnen Isebel entboten hatte, wie sie in den Briefen geschrieben hatte, die sie zu ihnen sandte, 12 und sie ließen ein Fasten ausrufen und ließen Naboth obenan im Volk sitzen. 13 Da kamen die zwei ruchlosen Männer und stellten sich ihm gegenüber und verklagten Naboth vor dem Volk und sprachen: Naboth hat Gott und den König gelästert! Da führten sie ihn vor die Stadt hinaus und steinigten ihn, daß er starb. 14 Und sie sandten zu Isebel und ließen ihr sagen: Naboth ist gesteinigt und tot. 15 Als aber Isebel hörte, daß Naboth gesteinigt und tot war, sprach sie zu Ahab: Steh auf und nimm in Besitz den Weinberg Naboths, des Jesreeliters, der sich geweigert hat, ihn dir für Geld zu geben; denn Naboth lebt nicht mehr, sondern ist tot. 16 Als Ahab hörte, daß Naboth tot war, stand er auf, um hinabzugehen zum Weinberge Naboths, des Jesreeliters, und ihn in Besitz zu nehmen. 17 Aber das Wort des HERRN kam zu Elia, dem Thisbiter: 18 Mach dich auf und geh hinab Ahab, dem König von Israel zu Samaria, entgegen – siehe, er ist im Weinberge Naboths, wohin er hinabgegangen ist, um ihn in Besitz zu nehmen – 19 und rede mit ihm und sprich: So spricht der HERR: Du hast gemordet, dazu auch fremdes Erbe geraubt! An der Stätte, wo Hunde das Blut Naboths geleckt haben, sollen Hunde auch dein Blut lecken. 20 Und Ahab sprach zu Elia: Hast du mich gefunden, mein Feind? Er aber sprach: Ja, ich habe dich gefunden, weil du dich verkauft hast, Unrecht zu tun vor dem HERRN. 21 Siehe, ich will Unheil über dich bringen und dich vertilgen samt deinen Nachkommen und will von Ahab ausrotten, was männlich ist, bis auf den letzten Mann in Israel 22 und will dein Haus machen wie das Haus Jerobeams, des Sohnes Nebats, und wie das Haus Baësas, des Sohnes Ahias, um des Zornes willen, daß du mich erzürnt und Israel sündigen gemacht hast. 23 Und auch über Isebel hat der HERR geredet und gesprochen: Die Hunde sollen Isebel fressen an der Mauer Jesreels. 24 Wer von Ahab stirbt in der Stadt, den sollen die Hunde fressen, und wer auf dem Felde stirbt, den sollen die Vögel unter dem Himmel fressen. 25 Es war niemand, der sich so verkauft hätte, Unrecht zu tun vor dem HERRN, wie Ahab, den seine Frau Isebel verführte. 26 Und er versündigte sich dadurch über die Maßen, daß er den Götzen nachwandelte, ganz wie die Amoriter getan hatten, die der HERR vor Israel vertrieben hatte. 27 Als aber Ahab diese Worte hörte, zerriß er seine Kleider und legte ein härenes Tuch um seinen Leib und fastete und schlief darin und ging bedrückt einher. 28 Und das Wort des HERRN kam zu Elia, dem Thisbiter: 29 Hast du nicht gesehen, wie sich Ahab vor mir gedemütigt hat? Weil er sich nun vor mir gedemütigt hat, will ich das Unheil nicht kommen lassen zu seinen Lebzeiten, aber zu seines Sohnes Lebzeiten will ich das Unheil über sein Haus bringen.

Josua 7,20-22

20 Da antwortete Achan Josua und sprach: Wahrlich, ich habe mich versündigt an dem HERRN, dem Gott Israels. So habe ich getan: 21 Ich sah unter der Beute einen kostbaren babylonischen Mantel und zweihundert Lot Silber und eine Stange von Gold, fünfzig Lot schwer; danach gelüstete mich, und ich nahm es. Und siehe, es ist verscharrt in der Erde in meinem Zelt und das Silber darunter. 22 Da sandte Josua Boten hin, die liefen zum Zelt; und siehe, es war verscharrt in seinem Zelt und das Silber darunter.

 

„Wenn Egoismus die vorherrschende Form von Sünde ist, dann kann Habsucht als die vorherrschende Form von Egoismus angesehen werden. Der Apostel Paulus gab dies deutlich zu verstehen. Er beschreibt die ‚schlimmen Zeiten‘ [2 Tim 3,1] des letzten Glaubensabfalls, stellt Egoismus als die frucht-bare Wurzel alles Bösen dar, und Habsucht als ihre erste Frucht. ‚Denn die Menschen werden viel von sich halten, geldgierig sein.‘ [2 Tim 3,2]“ (John Harris, Mammon, Lane & Scott, New York 1849, S. 52)

2.Timotheus 3,1

1 Das sollst du aber wissen, daß in den letzten Tagen werden greuliche Zeiten kommen.

2.Timotheus 3,2

2 Denn es werden die Menschen viel von sich halten, geldgierig sein, ruhmredig, hoffärtig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, gottlos,

 

Warum ist es wichtig, dass wir an uns selbst jegliche Tendenzen zu Habsucht erkennen?

Gier, es muss nach deinem Kopf gehen

Lies Jesaja 56,11:

Jesaja 56,11

11 Aber es sind gierige Hunde, die nie satt werden können. Das sind die Hirten, die keinen Verstand haben; ein jeder sieht auf seinen Weg, alle sind auf ihren Gewinn aus und sagen:…

 

Vor welcher Sünde wird hier gewarnt?

Für uns gefallene Wesen kann Gier so einfach sein wie das Atmen. Und auch genauso natürlich. Es ist jedoch schwer vorstellbar, dass es etwas im Charakter eines Menschen gibt, das weniger den Charakter von Christus wider-spiegelt als Gier. „Denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus: Obwohl er reich ist, wurde er doch arm um euretwillen, auf dass ihr durch seine Armut reich würdet.“ (2 Kor 8,9)

Nur Gott kennt den Schaden, den Gier im Laufe der Zeit verursacht hat. Gier hat zu Kriegen geführt. Gier hat Menschen zu Verbrechen getrieben, die sie selbst und ihre Familie ruinierten. Gier kann wie ein Virus sein, der sich an seinen Wirt hängt und jegliche Tugend auffrisst, bis nichts mehr übrig bleibt als immer mehr Gier. Gier ist ein tiefes Übel, das alles will: Leiden-schaft, Macht und Besitz. Auch hier: Ich sehe, ich will, ich nehme.

Lies Matthäus 26,14–16:

Matthäus 26,14-16

14 Da ging hin der Zwölf einer, mit Namen Judas Ischariot, zu den Hohenpriestern 15 und sprach: Was wollt ihr mir geben? Ich will ihn euch verraten. Und sie boten ihm dreißig Silberlinge. 16 Und von dem an suchte er Gelegenheit, dass er ihn verriete.

Was können wir aus diesem traurigen Bericht über die Macht der Gier lernen?

Beachte die Worte von Judas: „Was wollt ihr mir geben, wenn ich ihn euch verrate?“ (Mt 26,15 SLT) Hier sieht man, wie Gier sich über alles andere hinwegsetzt! Judas war so privilegiert wie nur wenige in der ganzen Mensch-heitsgeschichte: Er lebte mit dem Mensch gewordenen Jesus, wurde Zeuge seiner Wunder und hörte ihn Lebensworte predigen. Und trotzdem: Wozu brachten ihn Geiz und Habsucht!

„Wie nachsichtig behandelte Jesus den, der doch sein Verräter sein würde! Er verweilte in seinen Lehren besonders bei den Grundsätzen der Wohltätigkeit und traf damit die Wurzel des Geizes. Er zeigte Judas das Hässliche der Habsucht, und oft erkannte Judas seinen eigenen Charakter und seine Sündhaftigkeit in der Schilderung Jesu. Er konnte sich aber nicht dazu überwinden, seine Ungerechtigkeit zu bekennen und aufzugeben, sondern setzte selbstherrlich seine betrügerischen Handlungen fort, statt der Versuchung zu widerstehen.“ (LJ 282 f.)

Wer zeigt, wenn er sich nicht bewusst davor hütet, in seinem Charakter nicht auch ein gewisses Maß an Gier? Wie können wir durch Gottes Gnade diese natürliche Neigung unter Kontrolle halten?

 

Selbstkontrolle

Lies die folgenden Verse. Wie können sie uns helfen, zu verstehen, wie man sich selbst – egal ob arm oder reich – vor den Gefahren schützen kann, die Geiz, Habgier und die Liebe zu Geld und materiellen Dingen für einen Christen darstellen können?

Apostelgeschichte 24,24-26

24 Nach etlichen Tagen aber kam Felix mit Drusilla, seiner Frau, die eine Jüdin war, und ließ Paulus kommen und hörte ihn über den Glauben an Christus Jesus. 25 Da aber Paulus redete von Gerechtigkeit und Enthaltsamkeit und von dem zukünftigen Gericht, erschrak Felix und antwortete: Gehe hin für diesmal; wenn ich gelegene Zeit habe, will ich dich wieder rufen lassen. 26 Er hoffte aber daneben, daß ihm von Paulus sollte Geld gegeben werden; darum ließ er ihn auch oft kommen und besprach sich mit ihm.

Galater 5,22-25

22 Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmut, Keuschheit. 23 Wider solche ist das Gesetz nicht. 24 Welche aber Christus Jesus angehören, die haben ihr Fleisch gekreuzigt samt den Lüsten und Begierden. 25 Wenn wir im Geist leben, so lasset uns auch im Geist wandeln.

2.Petrus 1,5-9

5 So wendet allen euren Fleiß daran und beweist in eurem Glauben Tugend und in der Tugend Erkenntnis 6 und in der Erkenntnis Mäßigkeit und in der Mäßigkeit Geduld und in der Geduld Gottesfurcht 7 und in der Gottesfurcht brüderliche Liebe und in der brüderlichen Liebe die Liebe zu allen Menschen. 8 Denn wenn solches reichlich bei euch ist, werdet ihr nicht faul noch unfruchtbar sein in der Erkenntnis unsers Herrn Jesus Christus. 9 Wer aber solches nicht hat, der ist blind und tappt im Dunkeln und hat vergessen, daß er rein geworden ist von seinen vorigen Sünden.

Diese Verse sind so reich und voll von göttlichen Anordnungen, wie wir leben sollen. Beachte jedoch, dass sie ein Thema gemeinsam haben: die Selbstkontrolle. Diese kann besonders schwierig werden, wenn es um Geiz, Habgier und den Wunsch, Dinge zu besitzen, geht. Nur durch Selbstkontrolle, zuerst unserer Gedanken und dann unserer Taten, können wir vor den Gefahren der Dinge, über die wir gesprochen haben, geschützt werden. Wir können diese Kontrolle nur in dem Maß ausüben, in welchem wir uns der Kraft Gottes übergeben. Keiner von uns kann aus sich heraus diese sündigen Züge bekämpfen, besonders wenn sie lange Zeit gehegt und gepflegt wur-den. Wir brauchen ganz gewiss das übernatürliche Wirken des Heiligen Geistes in unserem Leben, wenn wir diese machtvollen Versuchungen besiegen wollen. „Bisher hat euch nur menschliche Versuchung getroffen. Aber Gott ist treu, der euch nicht versuchen lässt über eure Kraft, sondern macht, dass die Versuchung so ein Ende nimmt, dass ihr’s ertragen könnt.“ (1 Kor 10,13)

Lies noch einmal 2. Petrus 1,5–9:

2.Petrus 1,5-9

5 So wendet allen euren Fleiß daran und beweist in eurem Glauben Tugend und in der Tugend Erkenntnis 6 und in der Erkenntnis Mäßigkeit und in der Mäßigkeit Geduld und in der Geduld Gottesfurcht 7 und in der Gottesfurcht brüderliche Liebe und in der brüderlichen Liebe die Liebe zu allen Menschen. 8 Denn wenn solches reichlich bei euch ist, werdet ihr nicht faul noch unfruchtbar sein in der Erkenntnis unsers Herrn Jesus Christus. 9 Wer aber solches nicht hat, der ist blind und tappt im Dunkeln und hat vergessen, daß er rein geworden ist von seinen vorigen Sünden.

Auf welchen Weg weist Petrus hin? Welche Schritte zeigt er auf und wie können wir lernen, sie zu tun, besonders wenn wir mit Geiz und Habsucht zu kämpfen haben?

 

Weiterführendes Studium

Das höchste Ziel des Menschen ist es, glücklich und zufrieden zu sein. Aber wer sich selbst durch Materialismus zufriedenstellen will, wird dieses Ziel nicht erreichen. Tief im Inneren wissen die Menschen, dass dies wahr ist, und doch machen sie immer weiter mit ihrer Besessenheit von Besitz: Ich sehe, ich will, ich nehme. Was könnte einfacher sein als das? Siebenten-Tags-Adventisten stehen, genau wie alle anderen, in der Versuchung, sich den Werten des Materialismus zu unterstellen. Doch das beständige Beschaffen von Gütern bringt nicht Glück, Befriedigung und Zufriedenheit. Vielmehr schafft es Probleme, wie man an dem reichen jungen Mann sehen kann, der sich unglücklich, mutlos und niedergeschlagen von Jesus abwandte, weil er nicht das hörte und bekam, was er wollte. „Materialistische Werte stehen im Zusammenhang mit einer um sich greifenden Unterwanderung des Wohlbefindens der Menschen, von geringer Zufriedenheit und geringem Glück über Depressionen, Angstzustände und körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen bis hin zu Persönlichkeitsstörungen, Narzissmus und antisozialem Verhalten.“ (Tim Kasser, The High Price of Materialism, The MIT Press, Cambridge, Massachusetts 2002, S. 22)

Materialistische Christen trinken, anders ausgedrückt, stolz von der Quelle des Reichtums, sind aber geistlich ausgetrocknet. Wir werden jedoch nie dürsten, wenn wir von dem Wasser trinken, das Christus gibt (Joh 4,14).

Johannes 4,14

14 wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird ewiglich nicht dürsten; sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm ein Brunnen des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt.

 

Fragen für ein Gespräch:

1. Beschäftigt euch mit dem Konzept des Wohlstandsevangeliums. Welche Bibelstellen könnten diejenigen benutzen, die an diese Idee glauben, um zu versuchen, es zu stützen? Welche Beispiele könnt ihr gleichzeitig in der Bibel von glaubenstreuen Menschen finden, deren Leben eine lebendige Widerlegung dieser falschen Lehre ist?

2. Als sein erstes Kind einige Jahre alt war, sagte ein Mann: „Ich habe von diesem Kind zwei wichtige biblische Lehren gelernt. Erstens: Wir werden als Sünder geboren. Zweitens: Wir werden gierig geboren.“ Wer kennt Geschichten darüber, wie sogar Kinder offenbaren, wie sehr wir als Men-schen von Natur aus gierig sind? Was sagt uns das darüber, wie sehr wir auf göttliche Gnade angewiesen sind?

3. „Wenn wir nach der Ursache unserer Probleme suchen“, schrieb jemand, „sollten wir die Leute nicht auf Drogen testen – wir sollten sie auf Dummheit, Ignoranz, Gier und Machtstreben testen.“ Was hat Gier an sich, dass sie so schädlich ist, nicht nur für denjenigen, der gierig ist, sondern auch für die Menschen um ihn herum? Welche Beispiele kennt ihr, bei denen Gier allen Beteiligten schrecklichen Schaden zufügte?

 

Mit Gott erlebt

Gebete für eine indische Familie

Andrew McChesney, Adventist Mission

Arpita Bhosale ist 14 Jahre alt und besucht eine adventistische Schule in Westindien. Ihren Vater verlor sie noch vor ihrer Geburt, weil ein Lastwagen seinen Ochsenkarren überfuhr.

Bei Arpitas Mutter, die gehörlos ist, löste der Schock über den Tod ihres Ehemanns verfrühte Wehen aus. So kam Arpita einen Monat zu früh auf die Welt.

Bei unserem Gespräch in der Alate Seventh-day Adventist School, die etwa 30 km von der Stadt Kolhapur entfernt liegt, sagte Arpita darüber: „Gott gebrauchte den Tod meines Vaters, um meine Mutter zu Jesus zu führen.“

Die ersten Lebensmonate verbrachte das Mädchen gemeinsam mit ihrer Mutter Akkatai im Krankenhaus, da es beiden nicht gut ging. Akkatais Bruder Satish, der sie täglich besuchte, machte sich große Sorgen.

Als Satish an einem Samstag ins Krankenzimmer kam, sah er einen Fremden, der von Bett zu Bett ging und mit den Patientinnen betete. Neugierig sprach Satish den Mann an und erfuhr, dass er ein adventistischer Pastor war.

„Mein Onkel war Hindu“, sagte Arpita. „Aber er wollte meiner Mutter unbedingt helfen, deshalb bat er den Pastor, für sie zu beten.“ Als das Gebet für Mutter und Tochter gesprochen wurde, übersetzte Satish es für seine Schwester in Gebärdensprache.

Der Pastor besuchte Akkatai und Arpita regelmäßig, und den beiden ging es von da an immer besser. Erstaunt fragte Satish den Pastor über dessen Glauben aus. Nach einigen Monaten Bibelstunden übergaben Satish und seine Schwester ihr Leben Jesus. Akkatai weihte ihre Tochter Gott; und sobald das Mädchen sprechen konnte, lehrte sie es beten.

„Jeden Abend um sieben Uhr falte ich meine Hände, egal wo ich bin“, berichtete Arpita, die nun im Internat der Alate Adventist School wohnt. „Ich tue das schon, so lange ich mich erinnern kann.“

Mit 13 Jahren ließ sich Arpita taufen. „Ich entschloss mich zur Taufe, weil ich erlebt habe, wie Jesus meine Familie durch die Adventgemeinde gesegnet hat“, sagt sie. „Ich möchte Jesus nachfolgen aufgrund dessen, was meine Mutter erlebt hat. Ich habe selbst erlebt, was Jesus alles für sie getan hat.“

Arpita Bhosale, 14 Jahre, besucht die adventistische Alate Adventist School in Westindien. Mithilfe der besonderen Missionsgaben, die die Schule im 3. Quartal 2017 erhielt, wurden dort neue Klassenräume errichtet.

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