...

Schuld – eine tägliche Entscheidung

Bibelgespräch live – aktuelle Themen in einer Talkrunde im Hope Channel

 

 Supported by adventech.io
Mobile Version im App Store für iOS devices oder Android im Play Store (Handy, Tablet) aufrufen und installieren: Sabbatschule Adventech
Diese Ausgabe entspricht der weltweiten Standard Edition der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten
Adventech „Unser Auftrag“

Lies für das Studium dieser Woche

Psalm 37,21; Matthäus 4,3–10; 6,33; 5. Mose 28,12; Sprüche 13,11; 21,5; 2. Korinther 4,18

Merktext

So gebt nun jedem, was ihr schuldig seid: Steuer, dem die Steuer gebührt; Zoll, dem der Zoll gebührt; Furcht, dem die Furcht gebührt; Ehre, dem die Ehre gebührt. Seid niemandem etwas schuldig, außer dass ihr euch untereinander liebt; denn wer den anderen liebt, der hat das Gesetz erfüllt. (Röm 13,7–8)
Manchmal hat man viel Glück und findet jemanden, der einem Geld leiht. Vielleicht tut der andere es aus einem reinen Motiv, das heißt, er oder sie will dir wirklich aus einer finanziellen Not helfen. Aber in den meisten Fällen leihen dir andere kein Geld, weil sie so herzensgut sind. Sie leihen dir Geld, weil sie im Gegenzug mehr Geld (nämlich an dir) verdienen wollen.

Wir sollten alles tun, was uns möglich ist, um Schulden zu vermeiden. Natürlich müssen wir uns in bestimmten Umständen Geld leihen, zum Bei-spiel wenn wir ein Haus oder Auto kaufen, Gottesdiensträume bauen oder Geld für die Ausbildung aufbringen müssen. Aber dies muss so klug wie möglich mit der Absicht geschehen, die Schulden so schnell wie möglich wieder loszuwerden.

Dennoch sollten wir vorsichtig sein. Geld, das wir nicht haben, für etwas auszugeben, ist für Gottes Volk das Einfallstor dafür, „Habsucht und die Liebe zu irdischen Gütern zu einem vorherrschenden Charakterzug zu machen. Solange diese Charakterzüge regieren, treten Erlösung und Gnade in den Hintergrund.“ (Ellen G. White, Early Writings, S. 267)

Wir sollen unsere Fertigkeiten und Fähigkeiten verbessern, damit wir diszipliniert bleiben können, und alles in unserer Macht Stehende tun, um Schulden zu vermeiden. Diese Woche befassen wir uns mit den Aussagen der Bibel über Schulden.
* Studiere diese Lektion zur Vorbereitung auf Sabbat, den 17. März.

Ausleihen und Ausgeben

Die Propheten und Elisa holten sich am Jordan Holz, als „das Eisen [der Axt] ins Wasser [fiel]. Und … [einer der Propheten] schrie: O weh, mein Herr! Und dazu ist’s noch entliehen!“ (2 Kön 6,5) Das Verb „entleihen“ bedeutet, etwas, das einem anderen gehört, mit dessen Erlaubnis zu benutzen. Diese Erlaubnis bringt Risiken und Verantwortung mit sich. Geliehenes Geld ist nichts anderes als eine geliehene Axt, außer dass die Konsequenzen bei Missbrauch schlimmer sind.

Der einzige Grund, aus dem wir Geld leihen, ist, es auszugeben. Das finanzielle Risiko, das wir eingehen, liegt in der Annahme, dass wir in der Lage sind, es zurückzuzahlen, und dass in der Zukunft keine finanziellen Überraschungen auf uns zukommen. Doch wir kennen die Zukunft nicht (Pred 8,7); deshalb bringt das Leihen von Geld immer ein Risiko mit sich.

Was sagen die folgenden Bibelstellen über Schulden?

Psalm 37,21

Prediger 5,5

5. Mose 28,44–45

Wir mögen uns Geld leihen mit dem Hintergedanken, es klug zu nutzen, aber die Versuchung, das auszugeben, was wir haben – selbst geliehenes Geld –, kann zu schwerwiegenden Problemen führen. Tatsächlich ermöglicht das Ausgeben von geliehenem Geld vielen von uns, in einer Art und Weise zu leben, die wir uns nicht leisten können. Die Versuchung, zu leihen und auszugeben, ist der Herzschlag einer Konsumkultur, die sich auf Reiche und Arme auswirkt. Wenn wir in der Versuchung stehen, sollten wir Gottes Vorkehrungen (1 Kor 10,13) in Anspruch nehmen, weil Leihen ein Fluch sein kann (5 Mo 28,43–45).

Fange die schlechte Gewohnheit, Geld zu leihen, gar nicht an. Wenn du es bereits getan hast, zahle das Geld so schnell wie möglich zurück. Wir müssen lernen, Geld klug auszugeben und das Geld, das ja Gott gehört, zu beherrschen, statt uns von dem Geld der Welt beherrschen zu lassen.

Um es noch einmal zu erwähnen: Es gibt Situationen, in denen wir Geld leihen müssen. Aber dies muss vorsichtig und mit der Absicht getan werden, alles so schnell wie möglich zurückzuzahlen.
Welche geistlichen Gefahren gibt es für jemanden, der zu sehr in Schulden verstrickt ist?

Haushalterschaft und sofortige Befriedigung

„Und Jakob gab Esau Brot und ein Gericht Linsen; und er aß und trank und stand auf und ging davon. So verachtete Esau das Erstgeburtsrecht.“ (1 Mo 25,34 EB) Esau war ein rauer Naturbursche, der seinen Leidenschaften nachgab. Als er das Gericht seines Bruders roch, wollte er die Linsen unverzüglich haben, obwohl es unwahrscheinlich war, dass er kurz vorm Verhungern stand. Er wurde von seinen Emotionen und Gefühlen kontrolliert, erlaubte dem Druck des Augenblicks, den Verstand zu überwältigen, und tauschte sein Geburtsrecht gegen sofortige Befriedigung ein. Als er sein Geburtsrecht zurückhaben wollte, und „obwohl er bittere Tränen vergoss“ (Hbr 12,17 NLB), erhielt er es nicht.

Im Gegensatz dazu haben wir das Beispiel Jesu. Nach 40-tägigem Fasten und nah am Verhungern wurde Jesus drei Mal von Satan versucht (Mt 4,3–10). Aber Jesus erkannte die Versuchungen als solche, und trotz seines schwachen Zustands gab er der Befriedigung nicht nach. Jesus lebte sein ganzes Leben so, dass er die Vergnügungen der Sünde und Befriedigung ab-lehnte. Indem er dies tat, zeigte er, dass auch wir Macht über Sünde haben können. Er verkaufte oder verlor sein Erstgeburtsrecht nicht, und er lädt alle ein, gemeinsam mit ihm Erben zu sein (Röm 8,17; Tit 3,7). Wir behalten unser Erstgeburtsrecht, indem wir dem Beispiel Jesu folgen, das er gab, als er versucht wurde (1 Kor 10,13).

Das Beste, was diese Welt bieten kann, wird im Hier und Heute erlebt, weil sie nichts bieten kann, was darüber hinausgeht. Für sich selbst zu leben ist das Gegenteil davon, für Gott zu leben.

Was lehren die folgenden Verse über die möglichen Gefahren sofortiger Befriedigung, in der selbst gläubige Menschen stehen? 2. Samuel 11,2–4; 1. Mose 3,6; Philipper 3,19; 1. Johannes 2,16; Römer 8,8.
Der Wunsch nach sofortiger Befriedigung ist symptomatisch für einen unkontrollierten Verstand; er ist ein Feind der Geduld, der langfristige Ziele unterwandert und Verlässlichkeit missachtet und zerstört. Befriedigung aufzuschieben ist ein angelerntes Prinzip; es ist eine Lebenskompetenz, die uns hilft, mit Situationen und Druck umzugehen, besonders mit den Versuchungen, die uns die Welt zu bieten hat, wie unklug Geld zu leihen. Diese Vorstellung ist jedoch in einer Welt, die auf den Genuss unmittelbarer Belohnung, rasche Problemlösungen und schnellen Reichtum aufgebaut ist, nicht beliebt. Sobald wir sofortige Befriedigung erfahren haben, sind wir anfälliger dafür, uns wieder für kurzfristige Belohnung zu entscheiden, und wieder und wieder … Haushalter der Gaben, die Gott uns gegeben hat, dürfen nicht in diese Falle tappen.

Gemäß deinen Möglichkeiten leben

Im Hause des Weisen ist ein kostbarer Schatz an Öl; aber ein Tor vergeudet ihn.“ (Spr 21,20) Dieser Vers stellt die Haushalterschaft in wirtschaftlicher Verantwortung der luxuriösen und verschwenderischen Verwaltung gegenüber. Unkluge Menschen planen nicht, wie sie gemäß ihren Möglichkeiten leben können. Sie geben den Reichtum, der ihnen zur Verfügung steht – selbst geliehenen Reichtum –, auf gierige Weise aus, weil sie das Gefühl haben, finanzielle Klugheit und ein genügsames Leben seien eine Belastung, ähnlich einer ungeliebten Diät. Doch selbst wenn wir Geld leihen müssen, wie für ein Haus, müssen wir es mit Bedacht tun und in dem Bewusstsein, dass wir gemäß unseren Möglichkeiten leben sollen.

Die Reichen können gemäß ihren Möglichkeiten von ihrem Reichtum leben. Das Problem ist, dass sie sich stets um ihren Reichtum und um die Frage, wie sie ihn erhalten können, sorgen. Wenn jemand wenig hat und von Gehaltszahlung zu Gehaltszahlung lebt, sorgt er sich darum, seinen Lebensunterhalt zu sichern, nicht seinen Reichtum. Die Bibel gibt jedoch einen Rat, wie wir gemäß unseren Möglichkeiten leben sollen, unabhängig davon, wie viel wir haben. Paulus empfahl, dass wir extreme Einfachheit in Betracht ziehen sollen: „Wenn wir aber Nahrung und Kleider haben [was auch Wohnraum einschließen könnte], so wollen wir uns damit begnügen.“ (1 Tim 6,8) Paulus hielt irdische Besitztümer für sich nicht für wirklich wichtig, in Christus zu leben ist genug (Phil 1,21).

Welches Prinzip sollte vor allen anderen bedacht werden? (Mt 6,33) Wie können wir sicher sein, dass wir unser Leben so führen?

Wir sollen unsere finanziellen Mittel nicht als Einkommen ansehen, sondern als eine Ressource, für die wir die Verantwortung tragen. Einen finanziellen Haushaltsplan aufzustellen ist die Methode, mit der wir diese Aufgabe ausführen sollten. Einen Finanzplan aufzustellen ist eine angelernte Fähigkeit, die sorgfältig gelernt werden sollte. Disziplinierte Durchführung und Fleiß sind nötig, um einen ausgewogenen Finanzplan erfolgreich zu verwalten (Spr 14,15). Wenn wir uns verpflichten, bei unserem finanziellen Haushalterschaftsplan erfolgreich zu sein, werden wir in der Lage sein, unangenehme finanzielle Fehler zu vermeiden.

Wenn du ein Problem mit der Verwaltung deines Geldes hast, stelle einen Finanzplan auf. Er muss nicht kompliziert sein. Du kannst einfach über einige Monate hinweg jeweils deine Ausgaben zusammenzählen und dann den Durchschnitt deiner monatlichen Ausgaben ausrechnen. Der Schlüssel ist, gemäß deinen finanziellen Möglichkeiten zu leben, egal was geschieht, und alles, was möglich ist, zu tun, um Schulden zu vermeiden.
Lies Lukas 14,27–30: Jesus erläuterte hier die Kosten der Jüngerschaft, indem er das Beispiel eines Bauherrn anführte, der die Kosten für den Bau eines Turms schätzte und was geschehen würde, wenn er ihn nicht fertigstellen könnte. Was können wir davon über Haushalterschaft lernen?

Nein zu Schulden sagen

Lies 5. Mose 28,12: Was lehrt uns dies darüber, zu viele Schulden zu machen? Welches Prinzip sehen wir hier wirken?

Der gesunde Menschenverstand lehrt uns, Schulden so gut wie möglich zu vermeiden. Die Heilige Schrift möchte uns auch davon abhalten, uns für die Schulden anderer haftbar zu machen (Spr 17,18; 22,26). Schulden beeinflussen die Zukunft und verpflichten uns, uns ihren Forderungen aus einer Position finanzieller Schwäche heraus zu stellen. Das ist ein vermeintlich leichtes Allheilmittel, das Christen schwer rückgängig machen und bewältigen können. Schulden mögen nicht unmoralisch sein, aber sie fördern auch nicht unser geistliches Leben.

„Es muss streng auf Sparsamkeit geachtet werden, oder es kommt zu hohen Schulden. Bleibt in eurem Limit. Meidet das Schuldenmachen wie die Pest!“ (Ellen G. White, Gottes Gaben verwalten, S. 270)
Schulden können eine finanzielle Fessel sein, die uns zu „des Gläubigers Knecht“ (Spr 22,7) machen kann. Weil Schulden mit dem Gefüge unserer wirtschaftlichen Welt sehr verwoben sind, sehen wir sie als etwas Normales an. Schließlich existieren ganze Nationen auf Schuldenbasis; warum sollte der Einzelne nicht genauso handeln? Dies ist eine falsche Einstellung.

„Schließe einen feierlichen Bund mit Gott, dass du deine Schulden durch seinen Segen zurückzahlen wirst und dann niemandem mehr etwas schulden wirst, selbst wenn du von Haferbrei und Brot leben musst. Es ist leicht, deinen Tisch zu decken, indem du 25 Cent für Extras hinauswirfst. Achte auf das Kleingeld, dann werden die Dollars auf sich selbst achten. Es sind die kleinen Beträge, die für dies und das ausgegeben werden, die sich schnell summieren. Übe wenigstens Verzicht, wenn du in Schulden steckst … Schwanke nicht, lass dich nicht entmutigen und gehe nicht zurück. Übe Verzicht, überwinde deine Esslust, spare deine Cents und zahle deine Schulden zurück. Trage sie so schnell wie möglich ab. Wenn du wieder als freier Mann dastehst und niemandem mehr etwas schuldest, wirst du einen großen Sieg errungen haben.“ (Ellen G. White, Gottes Gaben verwalten, S. 256)
Schulden sind ein schwaches Fundament, auf dem ein Christ nicht stehen sollte. Sie können unserem geistlichen Leben Schaden zufügen und unsere Möglichkeit, Gottes Werk zu finanzieren, beeinträchtigen. Sie rauben uns die Möglichkeit, anderen Menschen vertrauensvoll zu geben, und stehlen uns die Gelegenheiten, Gottes Segen zu empfangen.
Welche Entscheidungen kannst du aktuell treffen, die dir helfen können, unnötige Schulden zu vermeiden? Was musst du dir vielleicht selbst verweigern, um schuldenfrei zu bleiben?

Sparen und investieren

Ameisen arbeiten, um Vorräte für den Winter anzulegen (Spr 6,6–8). Wir sind klug, wenn wir uns ihr Vorgehen ansehen, um routinemäßig Geld für einen besonderen Zweck zu sparen. Der Zweck des Sparens ist es, finanzielle Mittel für unsere Lebenshaltungskosten und Bedürfnisse zur Verfügung zu haben, im Gegensatz zum Verschwenden oder Horten dessen, was wir verdienen. Geld zu verwalten erfordert Weisheit, Finanzplanung und Disziplin. Wenn für uns selbst zu sparen alles ist, was wir tun, klauen wir Gottes Besitz, statt ihn zu verwalten.

„Unnötig ausgegebenes Geld ist doppelter Verlust. Es ist nicht nur weg, auch sein Potenzial, etwas damit zu verdienen, ist verloren. Hätten wir es beiseitegelegt, hätte es sich auf der Erde durch Sparen vermehren können oder im Himmel durch Geben … Sparen ist eine Disziplin, die Autorität über Geld entstehen lässt. Statt unserem Geld zu gestatten, uns überall dorthin mitzunehmen, wo unsere Launen uns hinführen, haben wir die Kontrolle.“ (Randy
C. Alcorn, Money, Possessions and Eternity, Tyndale House Publishers, Carol Stream, Illinois 2003, S. 328)

Lies Sprüche 13,11; 21,5 und 13,18: Was steht hier Praktisches, das uns helfen kann, besser mit dem Thema Finanzen zurechtzukommen?

Haushalter sparen für die Bedürfnisse der Familie und investieren in den Himmel, wenn sie Gottes Vermögen verwalten. Es geht nicht darum, wie viel jemand besitzt, sondern darum, einen biblischen Finanzplan zu haben, egal wie deine finanzielle Situation aussieht. Sparen für familiäre Bedürfnisse sollte klug erfolgen. Verteile das Risiko, um Verluste zu minimieren (Pred 11,1–2). An einer solchen Minimierung zu arbeiten, bevor du deine Wünsche angehst (Spr 24,27), und dann qualifizierten Rat von anderen einzuholen (Spr 15,22) sind zwei erfolgreiche Mittel in diesem Modell. Wenn Bedürfnisse gestillt werden und Reichtum wächst, müssen wir „an den HERRN, deinen Gott, denken, dass er es ist, der dir Kraft gibt, Vermögen zu schaffen“ (5 Mo 8,18 EB).

Das sicherste Investitionsmodell für Gottes Haushalter besteht darin, in „das Himmelreich“ (Mt 13,44) zu investieren. Dort gibt es keinen Verfall, keine Risiken, keine Diebe und keinen Marktabschwung. Es ist, als hätte man eine Börse oder einen Geldbeutel, der nie leer wird (Lk 12,33). Christus anzunehmen eröffnet das Konto, und Zehnten zurückzugeben und Gaben zu geben stellen die Einlagen dar. Das heißt: Egal wie viel wir brauchen, um für unsere weltlichen und irdischen Dinge zu sorgen, wie Rechnungen zu zahlen, müssen wir trotzdem immer auf die ewige Wahrheit konzentriert sein.
Lies 2. Korinther 4,18: Wie können wir uns dieser Wahrheit immer bewusst sein, während wir gleichzeitig als verantwortliche Haushalter in der Gegen-wart leben?

Weiterführendes Studium

Jede natürliche Fähigkeit, Fertigkeit und Gabe kommt von Gott, egal ob wir damit geboren wurden, sie durch den Einfluss oder die Erziehung unserer Umwelt erworben haben oder beides. Der wichtige Teil der Gleichung be-steht darin, was wir mit diesen Fähigkeiten und Fertigkeiten, die wir haben, tun. Gott erwartet von Haushaltern, dass sie lernen, durch Ausbildung und praktische Erfahrungen Verwalter ihrer Fertigkeiten und Fähigkeiten zu werden (Pred 10,10).

Bezalel war „erfüllt mit dem Geist Gottes, dass er weise, verständig und geschickt sei zu jedem Werk“ (2 Mo 35,31). Er und Oholiab (2 Mo 35,34) hatten die Fähigkeit, andere ihr Handwerk zu lehren. Wir können lernen, bessere Haushalter zu sein und insbesondere keine Schulden zu machen, obwohl wir in einer materialistischen Welt leben. Wir sollten unsere Fertigkeiten stets verbessern, indem wir lesen, Seminare besuchen, Schulbildung (wo möglich) genießen und schließlich praktizieren, was wir gelernt haben. Unsere Fertigkeiten zu verbessern ermöglicht es uns, unser Bestes für Gott zu geben und gute Haushalter zu sein.

Das Gleichnis von den anvertrauten Talenten zeigt, dass jeder Diener Talente je „nach seiner eigenen Fähigkeit“ (Mt 25,15 EB) erhielt. Zwei Diener verdoppelten die Summe; der dritte versteckte seine in der Erde. Wir sollen immer danach streben, das, was wir haben, zu verbessern. Das Talent zu vergraben zeigt dagegen keine Fähigkeit oder Fertigkeit. Geld zu verwalten, Schulden loszuwerden, Disziplin zu üben und praktische Erfahrungen führen dazu, Kompetenzen zu entwickeln, die von Gott gesegnet sind. Um in etwas erfolgreich und gut zu werden, müssen wir es oft wiederholen.

„Wenn die Lehren der Bibel im täglichen Leben verwirklicht werden, hinterlassen sie einen tiefen, bleibenden Eindruck auf den Charakter. Timotheus lernte sie und handelte auch danach. Er verfügte nicht über besonders her-vorragende Gaben; dennoch war seine Arbeit wertvoll, denn er setzte die ihm von Gott verliehenen Fähigkeiten im Dienst des Meisters ein.“ (WA 204 f.)

Fragen für ein Gespräch

Auch wenn Selbstkontrolle für einen Christen immer wichtig ist, ist sie besonders wichtig, wenn ein Mangel an Selbstkontrolle zu finanziellen Problemen oder sogar finanziellem Ruin führen kann. Was können wir als Gemeinde tun, um denjenigen zu helfen, die in einer derartigen Gefahr stehen?

Lest Römer 13,7–8: Wie können wir diese Worte auf unser tägliches Leben und alle unsere Interaktionen mit anderen Menschen anwenden?
Manche sagen, wir sollen uns keine Gedanken darüber machen, Schul-den zu machen, weil Jesus bald wiederkommt. Was würdet ihr auf solch eine Behauptung antworten?

Mit Gott erlebt

Seelische Folter wegen des Sabbats
Andrew McChesney, Adventist Mission

Ihre Mutter übergoss sie vor der Sabbatschule mit Wasser. Ihr Vater verfolgte sie, als sie zur Gemeinde ging.

Jedes Mal, wenn sie die Kette seines Warenschranks hörte, fürchtete sie, er würde ihr etwas antun. „Ich hatte sehr viel Angst“, sagte Margaret Wilfred, als sie an die Jahre direkt nach ihrer Taufe dachte. „Ich war ein nervliches Wrack. Es geht mir bis heute nach.“

Aber Margaret, heute 61 Jahre alt und pensionierte Grundschullehrerin, bedauert nichts. „Ich genieße mein Leben mit Gott“, sagte sie. „Ich habe Frieden.“

Margaret wuchs im Karibikstaat Trinidad und Tobago auf. Sie und ihre Eltern, die sonntagshaltende Christen waren, wohnten in der Nähe des Campus der adventistischen University of the Southern Caribbean im Maracas Valley. Von Kindheit an liebte Margaret die Musik, die am Sabbat vom Campus her zu ihr herüber wehte. Und es war auch die Musik, die Margaret zu einer evangelistischen Vortragsreihe lockte, als sie 19 Jahre alt war. Nach Ende der Evangelisation ließ sie sich taufen.

„Dann begann die seelische Folter“, sagte sie. Ihre Eltern waren wütend. Ihr Vater bedrohte sie und sperrte sie aus dem Haus aus. Sie lebte in ständiger Angst, dass er sie schlagen oder ihr etwas Schlimmeres antun könnte. Einmal verfolgte er sie, als sie zur Gemeinde ging. „Ich rannte den ganzen Weg, weil ich Angst vor dem hatte, was er mit mir tun würde“, berichtete sie. Als sie sich für die Gemeinde angekleidet hatte, übergoss ihre Mutter sie mit Wasser.

Sie sagte: „Mein Leben war nicht glücklich.“

Aber Margaret dachte nie darüber nach, ihren Glauben aufzugeben. Sie hielt sich an Psalm 34,8 fest, wo es heißt: „Der Engel des HERRN lagert sich um die her, die ihn fürchten, und hilft ihnen heraus.“ Auch Psalm 27,10 wurde ihr wichtig: „Wenn auch mein Vater und meine Mutter mich verlassen, so nimmt doch der HERR mich auf.“ (SLT)

Mit der Zeit ließen die Spannungen in der Familie nach. Margaret erhielt ein staatliches Stipendium und schrieb sich an der adventistischen Universität ein. Später arbeitete sie dort an der Maracas Seventh-day Adventist Primary School, wo sie 35 Jahre lang die Erst- und Zweitklässler unterrichtete.

Sie sagte: „Ich weiß, dass ich Gottes Augapfel bin. Er hilft mir bei jedem Problem.“
Ein Teil der besonderen Missionsgaben am 13. Sabbat im 1. Quartal 2018 unterstützt die University of the Southern Caribbean dabei, ein Gemeindehaus zu bauen. Bisher muss der Gottesdienst in der Aula stattfinden.

Lehrerteil

Wir arbeiten noch an dieser Lektion.
Bitte komme später zurück.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.