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Die Auswirkungen des Zehntengebens

Bibelgespräch live – aktuelle Themen in einer Talkrunde im Hope Channel

 

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Diese Ausgabe entspricht der weltweiten Standard Edition der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten
Adventech „Unser Auftrag“

 

Lies für das Studium dieser Woche:

Markus 16,15; 1. Petrus 3,8–9; 1. Korinther 9,14; Römer 3,19–24

 

Merktext

 

Wisst ihr nicht, dass, die im Tempel dienen, vom Tempel leben, und die am Altar dienen, vom Altar ihren Anteil bekommen? So hat auch der Herr befohlen, dass, die das Evangelium verkündigen, vom Evangelium leben sollen. (1 Kor 9,13–14)

Wie wir in der vergangenen Woche gesehen haben, ist Zehntengeben ein wichtiger Ausdruck des Glaubens. Es ist eine Möglichkeit, um die Echtheit unseres Bekenntnisses zu offenbaren oder zu prüfen. „Erforscht euch selbst, ob ihr im Glauben steht; prüft euch selbst! Oder erkennt ihr an euch selbst nicht, dass Jesus Christus in euch ist? Wenn nicht, dann wäret ihr ja nicht bewährt.“ (2 Kor 13,5)

 

Der erste Hinweis in der Bibel auf das Zehntengeben findet sich, als Abraham Melchisedek den Zehnten gab (1 Mo 14,18–20; Hbr 7,4). Die Leviten nahmen auch den Zehnten für ihren Dienst im Tempel (2 Chr 31,4–10). Heute ist der Zehnte für die Verbreitung des Evangeliums bestimmt. Wenn er richtig verstanden wird, dient er als geistliches Messinstrument unserer Beziehung zu Gott.

 

Die Auswirkung, der Gebrauch, die Wichtigkeit und die Methode des Verteilens beim Zehntengeben sind zu unserem geistlichen Wachstum konzipiert, indem wir Gottes Werk unterstützen und die finanzielle Grundlage für das Predigen des Evangeliums legen. Dies ist Gottes Plan und der erste Schritt dessen, was einen treuen Haushalter ausmacht.

 

Diese Woche werden wir uns weiterhin mit unserem Zehntengeben beschäftigen: wie der Zehnte verteilt wird, was er für andere bedeutet und welchen Einfluss das Geben auf unser geistliches Leben hat.

 

* Studiere diese Lektion zur Vorbereitung auf Sabbat, den 24. Februar.

 

 

 

Gemeinsam finanzieren wir die Mission

 

Jesus hat uns aufgetragen, das Evangelium zu verkündigen (Mk 16,15) und Jünger zu machen und sie zu lehren, alles zu halten, was er uns befohlen hat (Mt 28,19–20). Gott möchte also, dass wir an dem wichtigsten Werk auf der Erde beteiligt sind: Menschen zu Jesus zu bringen. Diese Mission mit den Mitteln zu finanzieren, die Gott uns anvertraut hat, liegt in der Verantwortung der Haushalter. Wer sich hier einbringt, vertieft seine persönliche Hingabe, mit der er anderen Menschen Christus näherbringt. Jeder Jünger, Haushalter und Arbeiter muss den ganzen Zehnten für dieses heilige Werk bringen. Wir müssen um Einheit darin beten, treu die Mission zu finanzieren, so wie eine erfolgreiche Mission unsere Einheit im Glauben stärkt.

 

Wie lautet Gottes anerkannter Plan, um diese Mission zu erfüllen? Was bedeutet „den kompletten zehnten Teil“ (Mal 3,10 NLB)? Was bedeutet die Aussage „damit es in meinem Tempel genügend Nahrung gibt“ (Mal 3,10 NLB)?

 

Wie wir gesehen haben, geben die Menschen seit den Tagen Abrahams und Jakobs Zehnten (1 Mo 14,20; 28,22) und vermutlich auch schon davor. Der Zehnte ist Teil eines Systems, das Gottes Gemeinde finanziert. Es ist die größte Finanzquelle und die gerechteste Methode, um seinen Auftrag auszuführen.

 

In der heutigen Zeit gibt die Mehrheit der Christen relativ wenig, um den Auftrag Gottes zu finanzieren. Wenn jeder Christ einen ehrlichen Zehnten geben würde, wäre das Ergebnis „fast unvorstellbar, einfach verblüffend, fast nicht zu begreifen“. (Christian Smith und Michael O. Emerson, Passing the Plate, Oxford University Press, New York 2008, S. 27)

 

Zu allen Zeiten hatte Gott Menschen, die bereit waren, seine Mission zu finanzieren. Jeder von uns hat die Verantwortung, das zu verstehen und mit anderen zusammenzuarbeiten, um diese globale Aufgabe zu finanzieren. Wir können es uns nicht leisten, unorganisiert, sorglos oder planlos zu sein, wenn es um die finanzielle Unterstützung der Mission geht. Die Herausforderung, vor der wir stehen, ist viel größer als damals, als das Volk und die Leviten zu Nehemia sagten: „Wir werden das Haus unseres Gottes nicht vernachlässigen.“ (Neh 10,40 NLB) Die Herausforderungen sind auch einschüchternder als die, vor denen die Gläubigen im 19. Jahrhundert standen. Heute müssen Gemeindeglieder und hauptberufliche Mitarbeiter geistlich vereint sein und finanziell so stark an einem Strang ziehen, dass globale Ziele erreicht werden und die Mission finanziert wird.

 

Denke über das große Ausmaß der adventistischen Mission in der Welt nach (siehe Offb 14,6–7). Wie soll jeder von uns seine eigene Verantwortung in der Frage, wie er dieses Werk finanziell unterstützt, verstehen?

 

 

Die Segnungen Gottes

 

Wie wir in Maleachi 3,10 gesehen haben, versprach Gott denen großen Segen, die treu ihren Zehnten geben. Doch Gottes Segen ist nicht eindimensional. Zum Beispiel die Anhäufung von Sachwerten auf Kosten von allen anderen als einen Segen hervorzuheben ist eine sehr enge Sicht davon, was Gottes Segen wirklich ist. Segen ist in Maleachi sowohl geistlich als auch diesseitig zu verstehen. Die Bedeutung von Gottes Segen wird deutlich in Erlösung, Glück, innerem Frieden und dadurch, dass Gott immer tut, was das Beste für uns ist. Außerdem sind wir, wenn wir von Gott gesegnet sind, verpflichtet, diese Segnungen mit denen zu teilen, die es nicht so guthaben wie wir. Wir wurden gesegnet, um anderen zum Segen zu werden. In der Tat ist Gott durch uns in der Lage, seine Segnungen überall hin auszudehnen.

 

Lies 1. Petrus 3,8–9: Was sagte uns Petrus über den Zusammenhang zwischen gesegnet zu werden und für andere ein Segen zu sein?

 

Aus dem Zehntengeben erwächst doppelter Segen. Wir sind gesegnet und wir sind ein Segen für andere. Wir können von dem geben, was uns gegeben wurde. Gottes Segnungen, die er uns schenkt, erreichen uns innerlich und andere äußerlich. „Gebt, so wird euch gegeben … denn eben mit dem Maß, mit dem ihr messt, wird man euch zumessen.“ (Lk 6,38)

 

Lies Apostelgeschichte 20,35: Wie trifft dies auch auf das Zehntengeben zu?

 

Der größte Segen, den uns Zehntengeben lehrt, ist, Gott zu vertrauen (Jer 17,7). „Das besondere System des Zehntengebens gründet sich auf ein Prinzip, das so anhaltend ist wie das Gesetz Gottes. Dieses System des Zehntengebens war ein Segen für die Juden, sonst hätte Gott es ihnen nicht gegeben. So wird es auch ein Segen für diejenigen sein, die es bis zum Ende der Zeit tun. Unser himmlischer Vater rief den Plan systematischer Mildtätigkeit nicht ins Leben, um sich selbst zu bereichern, sondern um den Menschen großen Segen zuteilwerden zu lassen. Er sah, dass dieses System der Mildtätigkeit genau das war, was die Menschen brauchten.“ (Ellen G. White, Testimonies for the Church, Bd. 3, S. 404 f.)

 

Denke an Zeiten, in denen du von Gott durch den Dienst eines anderen an dir gesegnet wurdest. Wie kannst du nun an anderen Ähnliches tun?

 

 

 

Zweck des Zehntens

 

Paulus schrieb an Timotheus: „‚Du sollst dem Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden‘; und: ‚Ein Arbeiter ist seines Lohnes wert‘.“ (1 Tim 5,18) Er zitierte Mose aus 5. Mose 25,4 bezüglich des Ochsen sowie Jesus aus Lukas 10,7 bezüglich des Arbeiters. Die Aussage über den Ochsen scheint ein Sprichwort gewesen zu sein und bedeutet, dass es dem Ochsen gegenüber gerecht ist, wenn er Getreide fressen darf, während er arbeitet. Genauso bedeutet das zweite Sprichwort, dass hingebungsvolle Arbeiter, die das Evangelium predigen, einen Lohn erhalten sollten.

 

Gott schafft Systeme und handelt durch Systeme. Er hat Solarsysteme, Ökosysteme, das Verdauungssystem, das Nervensystem und viele mehr geschaffen. Das Zehntensystem wurde von den Leviten genutzt (4 Mo 18,26), um für das Heiligtum und ihren eigenen Unterhalt zu sorgen. Die moderne Entsprechung wären diejenigen, die ihr Leben dem Verkündigen des Evangeliums weihen. Gottes Zehntensystem ist das Mittel, das er gewählt hat, um den Dienst am Evangelium zu unterstützen, und es ist im Laufe der ganzen Erlösungsgeschichte im Einsatz. Diese Arbeiter mit dem Zehnten zu unterstützen ist deshalb für Gottes Werk grundlegend und wichtig.

 

Was meinte Paulus mit der Aussage „So hat auch der Herr befohlen, dass, die das Evangelium verkündigen, vom Evangelium leben sollen“ (1 Kor 9,14) und was ist die moralische Konsequenz daraus? Was lehrt 2. Korinther 11,7–10 über die Notwendigkeit, diejenigen zu unterstützen, die das Evangelium verbreiten?

 

Als Paulus sagte: „Andere Gemeinden habe ich beraubt und Geld von ihnen genommen, um euch dienen zu können“ (2 Kor 11,8), sprach er ironisch darüber, Geld von der armen Gemeinde in Mazedonien erhalten zu haben, während er der reichen Gemeinde in Korinth diente. Er wollte der Gemeinde in Korinth sagen, dass diejenigen, die das Evangelium predigen, es verdienen, bezahlt zu werden. Der Zehnte sollte für einen bestimmten Zweck genutzt werden und dies muss so bleiben. „Der Zehnte ist für einen besonderen Zweck bestimmt. Er soll nicht zur Versorgung der Armen dienen. Er soll insbesondere zur Unterstützung jener dienen, die Gottes Botschaft in die Welt tragen; und er soll nicht von diesem Zweck abgeleitet werden.“ (Ellen G. White, Gottes Gaben verwalten, S. 106)

 

Lies 3. Mose 27,30: Auf welche Weise ist das Prinzip, das hier gezeigt wird, auf uns heute anwendbar?

 

 

 

Das Vorratshaus

 

Gott hat ein Vorratshaus für Wind (Jer 10,13), Wasser (Ps 33,7) und Schnee und Hagel (Hiob 38,22), über die er völlige Kontrolle hat. Aber Gottes wertvollstes Vorratshaus ist das Haus des Zehntens. „Den Söhnen Levi aber habe ich alle Zehnten gegeben in Israel als Erbteil für ihren Dienst, den sie an der Stiftshütte tun.“ (4 Mo 18,21) Dieser Vers ist die erste Erwähnung davon, wo der Zehnte verwahrt wurde, und ist heute bekannt als das „Prinzip Vorratshaus“. Gott wies die Israeliten weiter an, alle Zehnten an den Ort zu bringen, den er erwählte (5 Mo 12,5–6). Während der Zeit Salomos wurde der Zehnte in den Tempel in Jerusalem gebracht. Für die Israeliten war es leicht verständlich, was und wo das „Vorratshaus“ war, als der Prophet Maleachi ihnen sagte: „Bringt aber die Zehnten in voller Höhe in mein Vorratshaus.“ (Mal 3,10) Das Vorratshaus stand für den Ort, an dem die religiösen Gottesdienste und Zeremonien stattfanden und wo die Leviten unterstützt wurden.

 

Welche anderen Bezeichnungen wurden in der Bibel verwendet, um das Vorratshaus zu beschreiben? 1. Chronik 26,20; 2. Chronik 31,11–13; Nehemia 10,39.

 

Den heiligen Zehnten in das Vorratshaus zu bringen ist das Modell, das in der Bibel vorgestellt wird. In jedem Zeitalter hatte Gott ein zentrales Vorratshaus, um den Zehnten zu verwalten. Die Siebenten-Tags-Adventisten sind eine weltweite Religion/Kirche, in der das Prinzip des Vorratshauses akzeptiert und praktiziert wird. Die Mitglieder werden ermutigt, ihren Zehnten durch die Ortsgemeinde, in der sie Mitglied sind, an die Vereinigung/Mission zu geben. Aus dieser Kasse der Vereinigung/Mission erhalten die Pastoren ihr Gehalt.

 

„Je weiter sich Gottes Werk ausbreitet, desto stärker werden sich die Rufe um Hilfe mehren. Um diesen Bitten nachkommen zu können, sollten Christen das Gebot beachten: ‚Bringt aber die Zehnten in voller Höhe in mein Vorratshaus, auf dass in meinem Hause Speise sei.‘ (Maleachi 3,10) Wenn alle, die sich zu Christus bekennen, treu ihre Zehnten und Gaben brächten, wäre Gottes Vorratshaus stets gefüllt. Man hätte dann keine Veranlassung, zu Ausstellungen, Lotterien oder anderen Wohltätigkeitsveranstaltungen Zuflucht zu nehmen, um Mittel zur Verbreitung des Evangeliums zu beschaffen.“ (WA 337)

 

Überlege, was geschehen würde, wenn jeder seinen Zehnten dorthin geben würde, wo er möchte. Was würde mit Gottes Werk geschehen, wenn jeder dies täte? Weshalb ist es daher wichtig, dass wir unseren Zehnten dorthin geben, wo er hingehört?

 

 

Der Zehnte und Erlösung durch den Glauben

 

Gott hat ein Vorratshaus für Wind (Jer 10,13), Wasser (Ps 33,7) und Schnee und Hagel (Hiob 38,22), über die er völlige Kontrolle hat. Aber Gottes wertvollstes Vorratshaus ist das Haus des Zehntens. „Den Söhnen Levi aber habe ich alle Zehnten gegeben in Israel als Erbteil für ihren Dienst, den sie an der Stiftshütte tun.“ (4 Mo 18,21) Dieser Vers ist die erste Erwähnung davon, wo der Zehnte verwahrt wurde, und ist heute bekannt als das „Prinzip Vorratshaus“. Gott wies die Israeliten weiter an, alle Zehnten an den Ort zu bringen, den er erwählte (5 Mo 12,5–6). Während der Zeit Salomos wurde der Zehnte in den Tempel in Jerusalem gebracht. Für die Israeliten war es leicht verständlich, was und wo das „Vorratshaus“ war, als der Prophet Maleachi ihnen sagte: „Bringt aber die Zehnten in voller Höhe in mein Vorratshaus.“ (Mal 3,10) Das Vorratshaus stand für den Ort, an dem die religiösen Gottesdienste und Zeremonien stattfanden und wo die Leviten unterstützt wurden.

 

Welche anderen Bezeichnungen wurden in der Bibel verwendet, um das Vorratshaus zu beschreiben? 1. Chronik 26,20; 2. Chronik 31,11–13; Nehemia 10,39.

 

Den heiligen Zehnten in das Vorratshaus zu bringen ist das Modell, das in der Bibel vorgestellt wird. In jedem Zeitalter hatte Gott ein zentrales Vorratshaus, um den Zehnten zu verwalten. Die Siebenten-Tags-Adventisten sind eine weltweite Religion/Kirche, in der das Prinzip des Vorratshauses akzeptiert und praktiziert wird. Die Mitglieder werden ermutigt, ihren Zehnten durch die Ortsgemeinde, in der sie Mitglied sind, an die Vereinigung/Mission zu geben. Aus dieser Kasse der Vereinigung/Mission erhalten die Pastoren ihr Gehalt.

 

„Je weiter sich Gottes Werk ausbreitet, desto stärker werden sich die Rufe um Hilfe mehren. Um diesen Bitten nachkommen zu können, sollten Christen das Gebot beachten: ‚Bringt aber die Zehnten in voller Höhe in mein Vorratshaus, auf dass in meinem Hause Speise sei.‘ (Maleachi 3,10) Wenn alle, die sich zu Christus bekennen, treu ihre Zehnten und Gaben brächten, wäre Gottes Vorratshaus stets gefüllt. Man hätte dann keine Veranlassung, zu Ausstellungen, Lotterien oder anderen Wohltätigkeitsveranstaltungen Zuflucht zu nehmen, um Mittel zur Verbreitung des Evangeliums zu beschaffen.“ (WA 337)

 

Überlege, was geschehen würde, wenn jeder seinen Zehnten dorthin geben würde, wo er möchte. Was würde mit Gottes Werk geschehen, wenn jeder dies täte? Weshalb ist es daher wichtig, dass wir unseren Zehnten dorthin geben, wo er hingehört?

 

 

 

Weiterführendes Studium

 

Man vergisst leicht, dass jeder Atemzug, jeder Herzschlag, jeder Augenblick unserer Existenz allein von Gott kommen. In Apostelgeschichte 17 sprach Paulus zu den Athenern über den wahren Gott, der nicht nur der Schöpfer ist – der „Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darinnen ist“ (Apg 17,24) –, sondern auch der Erhalter – „denn in ihm leben, weben und sind wir“ (Apg 17,28). Die Athener kannten den wahren Gott nicht. Wir als Christen kennen ihn, und diese Erkenntnis muss das Zentrum dessen bilden, wie wir leben. Gott hat auf vielfältige Weise Anspruch auf uns, und als Folge davon müssen wir im Einklang mit diesen Ansprüchen leben:

 

„So ist es mit Gottes Anspruch auf uns. Er legt seine Schätze in die Hände von Menschen, möchte aber, dass ein Zehntel treu für sein Werk zur Seite gelegt werden soll. Er möchte, dass dieser Teil in sein Vorratshaus gebracht wird. Er soll ihm als sein Eigentum übergeben werden; er ist heilig und soll für heilige Zwecke verwendet werden, für die Unterstützung derjenigen, die die Botschaft der Erlösung in die ganze Welt tragen. Gott behält sich diesen Teil vor, damit finanzielle Mittel stets in sein Vorratshaus fließen und das Licht der Wahrheit zu denen gebracht wird, die nahe sind, und zu denen, die weit entfernt sind. Indem wir dieser Forderung treu gehorchen, erkennen wir an, dass alles Gott gehört.“ (Ellen G. White, Testimonies for the Church, Bd. 6, S. 386)

 

 

Fragen für ein Gespräch

 

„Schnell eilt die Zeit der Ewigkeit zu. Lasst uns Gott nicht das vorenthalten, was ihm gehört. Verweigern wir ihm nicht das, was ihm zwar nicht ohne Belohnung gegeben werden kann, das aber Verderben bringt, wenn wir es ihm vorenthalten. Er bittet um ein ungeteiltes Herz; gib es ihm; es gehört ihm, weil er es geschaffen und weil er es erlöst hat. Er fordert deine Verstandeskräfte; gib sie ihm; denn sie sind sein! Er bittet um dein Geld; stelle es ihm zur Verfügung, denn es gehört ihm.“ (WA 563) Was meinte Ellen G. White, als sie sagte: „Lasst uns Gott nicht das vorenthalten, was ihm gehört … was ihm zwar nicht ohne Belohnung gegeben werden kann, das aber Verderben bringt, wenn wir es ihm vorenthalten“? Wessen berauben wir uns selbst, wenn wir nicht den Zehnten geben?

 

Beschäftigt euch mit dem Gedanken, dass alle Gemeindeglieder mit dem Zehnten tun, was sie möchten, also ihn an jede Sache geben, die es ihnen wert erscheint, statt in das „Vorratshaus“. Warum ist das eine schlechte Idee? Was würde mit unserer Kirche geschehen? Warum würde ein solches Handeln dazu beitragen, dass wir uns fürchterlich spalten?

 

In Lukas 21 lobte Jesus die Witwe dafür, dass sie ihr Geld dem Tempel gespendet hatte – trotz all der Korruption, die dort vor sich ging und von der er wusste. Was sollte dies denjenigen sagen, die das Gefühl haben, sie könnten ihren Zehnten woandershin geben, weil sie die Art und Weise, wie er verwendet wird, infrage stellen?

 

 

 

Mit Gott erlebt

 

Unter Flüchtlingen arbeiten

Terri Saelee

 

Meine drei Jahre, in denen ich in Thailand in einem Flüchtlingscamp mit 50.000 Bewohnern Englisch lehrte, waren fast vorüber. Einige Schüler standen kurz vor der Taufentscheidung.

 

Aber der adventistische Pastor berichtete mir, dass die Schüler zögerten. Sie hatten Sorge, dass die Missionare nach der Taufe gehen würden, obwohl sie noch nicht wirklich wussten, wie sie als echte Christen leben sollten. Als ich das hörte, wusste ich nicht, wie ich reagieren sollte. Ich wollte nach drei Jahren als Studentenmissionarin in meine Heimat Nebraska zurückkehren. Meine Mutter freute sich schon darauf, dass sie mich bald wiedersehen würde. Aber mein Hauptanliegen war es, Menschen für die Ewigkeit zu retten. Also fragte ich Gott: „Was soll ich tun?“

 

Dann las ich während meiner Morgenandacht: „Die Sache Gottes sollte die erste Stelle in unseren Plänen und Neigungen einnehmen.“ (Counsels on Stewardship, S. 220)

 

Eigentlich sah ich meine Verantwortung meiner Familie gegenüber. Aber meine Familie kannte Gott bereits. Deshalb wollte ich meine Mutter anrufen und um Rat bitten. Nachdem ich 22 km zur nächsten Poststelle mit einem öffentlichen Telefon gefahren war, fragte ich meine Mutter: „Was würdest du denken, wenn ich mich entschließe, noch ein Jahr oder länger hier zu bleiben?“ Sie antwortete unverzüglich: „Terri, ich werde dir nie sagen, du sollst heimkommen. Wenn ich dies tun würde und auch nur ein Mensch das Evangelium deshalb nicht hören könnte, würde ich das ewig bereuen. Aber wenn du einem Menschen helfen kannst, Gott kennenzulernen und in den Himmel zu kommen, indem zu bleibst, würde ich sogar in Kauf nehmen, dich hier auf der Erde nie mehr zu sehen.“

 

Mir liefen die Tränen übers Gesicht. Ich lobte Gott für eine Mutter, die so viel Liebe hatte. Meine Mutter wollte mich wiedersehen, aber sie hatte in ihrem Herzen Gott bereits ein Opfer gebracht. Die Erlösung von Menschen war ihr so wichtig, dass sie sogar unser Wiedersehen dafür aufgeben würde.

 

Terri Saelee ist Leiterin der Abteilung Flüchtlinge und Immigranten der Nordamerikanischen Division. Diese Abteilung wurde 2011 mithilfe von Missionsgaben ins Leben gerufen. Unter Terris Leitung wurden in Nordamerika über 140 neue Gemeinden mit Flüchtlingen eröffnet.

 

 

Lehrerteil

 

In Bearbeitung…

 

 

 

 

 

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