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Flieht vor den Wegen der Welt 

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Diese Ausgabe entspricht der weltweiten Standard Edition der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten
Adventech „Unser Auftrag“

Lies für das Studium dieser Woche:

 
Merktext
 
Reichtum hilft nicht am Tage des Zorns; aber Gerechtigkeit errettet vom Tode. Wer sich auf seinen Reichtum verlässt, der wird untergehen; aber die Gerechten werden grünen wie das Laub. (Spr 11,4.28)
 
Auch wenn Satan bei Jesus versagte, war er bei allen anderen erfolgreich. Und das wird er so lange sein, bis wir mit der Waffenrüstung und der Kraft Gottes, der uns allein Freiheit von den Verlockungen der Welt anbietet, kämpfen.
Deshalb müssen wir uns auf unseren himmlischen Versorger konzentrieren. David erkannte wahren Wert in seinem Leben, als er schrieb: Selbst starke und junge Löwen werden hungrig, aber denen, die auf den Herrn vertrauen, wird es niemals an Gutem fehlen.“ (Ps 34,11 NLB)
Salomo erkannte, dass Weisheit und Verständnis mehr wert sind als Silber und Gold (Spr 3,13.–14). Echtes Glück und richtiges Leben entstehen, wenn wir unsere Augen von den Besitztümern, die uns gehören, abwenden und auf den lebendigen Christus richten, dem wir gehören.
Unsere einzige Hoffnung darauf, den Verlockungen der Welt zu entkommen, ist eine lebendige und gelungene Beziehung zu Jesus. Diese Woche befassen wir uns mit den Faktoren dieser Beziehung und damit, wie wichtig es für unseren geistlichen Erfolg ist, die Macht hinter der Maske der Welt und die Bedeutung von Christus als den wahren Sinn des Lebens zu erkennen.
 
  • Studiere diese Lektion zur Vorbereitung auf Sabbat, den 27. Januar.
 

Eine Beziehung zu Christus 

Die Liebe zu weltlichem Besitz kann selbst bei denen, die nicht viel haben eine starke Kette sein, die die Seele an die Welt statt an Christus bindet. Selbst wenn wir wenige irdische Besitztümer haben, kann der leidenschaftliche Wunsch, materielle Güter zu erwerben, zu einem schrecklichen Fluch werden. Der kann, wenn er nicht der Kontrolle Gottes übergeben wird, einen Menschen von der Erlösung wegführen. Satan weiß dies, deshalb nutzt er die Liebe zu materiellem Besitz, um so viele Menschen wie möglich zu verführen.
 
Was ist unser einziger Schutz dagegen?
 
„Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist.“ (Kol 3,2) Wie setzen wir das um, was Paulus uns riet? (Siehe auch Ps 119,11; Eph 6,18.)
 
Welche weiteren Bibelstellen findest du, die davon handeln, worauf wir uns konzentrieren sollen? (Siehe z. B. Phil 4,8.)
 
Das einzige Heilmittel, das gegen eine weltliche Gesinnung hilft, egal in welcher Form sie auftritt, ist in allen Höhen und Tiefen des Lebens eine kontinuierliche Hingabe an Christus (Ps 34,2). Mose hielt die Schmach Christi für größeren Reichtum als die Schätze Ägyptens“ (Hbr 11,26). Christus muss vor jeder anderen Beziehung Priorität haben. Christus sucht nach einer Hingabe, die sich auf Überzeugung, nicht auf Vorliebe gründet; das heißt, wir müssen Christus treu ergeben sein aufgrund dessen, wer er ist und was er für uns getan hat, nicht wegen irgendwelcher unmittelbarer Vorteile, die unser Glaube und unsere Hingabe an ihn mit sich bringen könnten.
 
Unser Leben soll in Christus geborgen sein, und seine Pläne sollen unsere Pläne sein. Echte Hingabe bedeutet, die Hand an den Pflug zu legen, ohne zurückzuschauen (Lk 9,62). Wenn wir diese Art Hingabe eingehen, ermächtigt uns Jesus, unser ganzes Potenzial auszuschöpfen. Wenn wir uns ihm übergeben, zerbricht er den Griff der Welt auf unsere Seele. Wir müssen christuszentriert werden statt auf Materielles konzentriert; das allein wird die Leere in unserem Leben füllen.
 
Denke daran, wie es war, als du materiellen Besitz erworben hast, etwas, das du dir wirklich sehnsüchtig gewünscht hast. Wie lange hielt die Freude und Erfüllung an, bevor sie verblasste und du wieder am selben Punkt warst wie zuvor?
 

Im Wort 

Weltweit wurden über sechs Millionen Bibeln verteilt, aber wie viele davon werden als das Wort des lebendigen Gottes wahrgenommen? Wie viele werden mit aufrichtigem Herzen, das offen dafür ist, die Wahrheit kennenzulernen, gelesen?
 
Richtiges Bibelstudium richtet unseren geistlichen Kompass aus und ermöglicht es uns, in einer Welt von Falschheit und Verwirrung zu navigieren. Die Bibel ist ein lebendiges Dokument göttlichen Ursprungs (Hbr 4,12), und als solches weist es uns zu Wahrheiten, die wir nirgends anders erhalten können. Die Bibel ist Christi Straßenkarte für das tägliche Leben, und sie lehrt uns, indem sie unseren Verstand weitet und unseren Charakter verfeinert.
 
Lies Johannes 5,39; 14,6 und 20,31: 
 
Die Bibel besonders die Evangelien gibt uns die zuverlässigsten Informationen über Jesus. Was sagen diese Verse in Johannes über Jesus und darüber, warum er so wichtig für uns und alles, was wir glauben, ist?
 
Wir studieren die Bibel, weil sie die letztgültige Quelle der Wahrheit ist. Jesus ist die Wahrheit; und in der Bibel finden wir Jesus so, wie wir ihn erkennen können aufgrund der Art und Weise, wie er uns dort offenbart wird. Hier in Gottes Wort, dem Alten und dem Neuen Testament, erfahren wir, wer Jesus ist und was er für uns getan hat. Dann beginnen wir, ihn zu lieben, und übergeben unser Leben und unsere Seele seiner ewigen Verwahrung. Indem wir Jesus folgen und seinen Willen befolgen, wie er in seinem Wort offenbart sind, können wir frei von den Fesseln der Sünde und der Welt werden. Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei.“ (Joh 8,36)
 
Lies Römer 8,5–6: Wovor werden wir hier gewarnt und wie kann das Studium des Wortes Gottes uns in diesem Kampf gegen unseren Verstand helfen?
 
Die Liebe zur Welt, besonders die Liebe zu weltlichem Besitz, kann uns leicht von Gott wegbringen, wenn wir nicht aufpassen. Deshalb müssen wir darauf achten, im Wort Gottes verwurzelt zu bleiben, das uns auf ewige und geistliche Realitäten hinweist, die für das Leben als Christ entscheidend sind.
 
Liebe zu weltlichen Dingen erhebt den Verstand nie zu geistlicher Moral; vielmehr ersetzt sie biblische Prinzipien durch Habgier, Egoismus und Begierde. Liebe, wie sie uns in der Bibel offenbart wird, baut Beziehungen, indem sie uns lehrt, wie wichtig es ist, dass wir uns an andere verschenken. Im Gegensatz dazu dreht sich bei weltlichen Dingen alles darum, etwas für uns selbst zu bekommen. Das ist das Gegenteil von allem, wofür Jesus steht.
 

Das Gebetsleben

Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.“ (Joh 17,3) Es ist kein Wunder, dass Christen oft sagen, bei ihrem Glauben gehe es um eine Beziehung zu Gott. Wenn Gott zu erkennen ewiges Leben“ bedeutet, dann können wir dieses Leben durch eine Beziehung zu ihm finden. Und natürlich steht im Mittelpunkt dieser Beziehung Kommunikation. Wir sahen gestern, dass Gott mit uns durch sein göttliches Wort kommuniziert. Wir kommunizieren mit ihm im Gegenzug durch Gebet.
 
Wenn wir, wie wir gesehen haben, unseren Verstand und unser Herz auf himmlische Dinge ausrichten sollen im Gegensatz zu den Dingen dieser Welt , dann ist Gebet unerlässlich. Dies ist so, weil Gebet von Natur aus auf etwas Höheres als die Welt hinweist.
 
Doch selbst hier müssen wir aufpassen, weil unsere Gebete manchmal bloßer Ausdruck unseres egoistischen Wesens sein können. Deshalb müssen wir uns beim Beten Gottes Willen unterstellen.
 
Vor vielen Jahren sang eine Frau folgende Worte: Oh Herr, kaufst du mir bitte einen Mercedes Benz?“ Es war, auf ihre Art, ein Angriff auf den Materialismus derjenigen, die sich zum Glauben an Gott bekennen. Auch wir müssen darauf achten, dass wir, wenn wir beten was an sich ein Akt der Unterwerfung unter Gott und ein Entsagen der Welt bedeutet , Gottes Willen suchen, nicht nur unseren eigenen.
 
Lies Hebräer 11,1–6: Welches ist die entscheidende Komponente, die sich mit all unseren Gebeten mischen muss? Was bedeutet es außerdem, zu Gott im Glauben zu kommen und im Glauben zu beten?
 
Wenn unsere Gebete ohne Glauben geschehen, ist es Anmaßung, Satans gefälschter Glaube. Gebet und Glaube gehören eng zusammen, sie müssen gemeinsam studiert werden. Im Gebet des Glaubens liegt eine göttliche Lehre; es ist eine Lehre, die jeder, der sein Lebenswerk zum Erfolg bringen will, verstehen muss. Christus sagte: Alles, was ihr betet und bittet, glaubt nur, dass ihr’s empfangt, so wird’s euch zuteilwerden.‘ (Mk 11,24) Er machte deutlich, dass unser Bitten mit Gottes Willen übereinstimmen muss; wir müssen um die Dinge bitten, die er verheißen hat; und was wir empfangen, muss genutzt werden, um seinen Willen zu tun. Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, ist die Verheißung unbestreitbar.“ (Ellen G. White, Prayer, S. 57)
 
Sieh dir dein Gebetsleben an. Worum betest du? Was sagen deine Gebete über deine Prioritäten aus? Worum solltest du noch beten?
 

Das Leben in Weisheit 

Einer der schönsten Berichte der Bibel findet sich in der Geschichte von Salomos Bitte an Gott, ihm mehr als alles andere ein gehorsames Herz [zu] geben, dass er dein Volk richten könne und verstehen, was gut und böse ist. Denn wer vermag dies dein mächtiges Volk zu richten?“ (1 Kön 3,9)
 
Welche wichtigen Worte sagte Gott zu Salomo, die dem König den Ruin erspart hätten, den seine Besitztümer über ihn brachten, wenn er sie befolgt hätte? Warum ist das, was Gott hier zu ihm sagte, für uns alle sehr wichtig? 1. Könige 3,14, siehe auch 1. Johannes 5,3; 1. Petrus 4,17.
 
Salomo hatte große Weisheit, aber Weisheit an sich ist nichts weiter als gute Information, wenn man sich nicht danach richtet und nicht nach ihr lebt. Im biblischen Sinn des Wortes ist Weisheit, nach der man nicht handelt, keine echte Weisheit. Viele werden verloren gehen, die eine Fülle an richtigen Informationen über Gott und seine Vorschriften besitzen. Aber Salomos mangelnder Gehorsam brachte ihn dazu, von dem Weg abzuweichen, zu dem Gott ihn berufen hatte. Erst später in seinem Leben kam er wirklich zur Besinnung, als er in Demut schrieb: Denn Weisheit ist besser als Perlen, und alles, was man wünschen mag, kann ihr nicht gleichen.“ (Spr 8,11)
 
Weisheit ist die Anwendung von Wissen und Verständnis. Wissen steht für Fakten; Verständnis steht für Urteilsvermögen; und Weisheit entsteht in dem Prozess, unser Verständnis und unser Wissen auf unser Leben anzuwenden. Ein weiser Haushalter braucht nicht nur Wissen und Verständnis, sondern die Erfahrung, die daraus entsteht, dieses Wissen und Verständnis auszuleben.
 
Salomos Beispiel zeigt uns, wie einfach selbst der weiseste und verständigste Mensch in die Leere eines materialistischen Lebensstils hineingezogen werden kann, wenn dieser Mensch das Wissen, das er erhalten hat, nicht auslebt.
 
Vergleiche 1. Korinther 3,19 und Sprüche 24,13–14: Worin unterscheiden sich die beiden Arten von Weisheit, über die in diesen Versen gesprochen wird? Tauscht euch darüber am Sabbat aus.
 

Der Heilige Geist 

Der Große Kampf ist echt; zwei Seiten kämpfen um unsere Seele. Eine zieht uns zu Christus (Joh 6,44) und die andere in die Welt (1 Joh 2,16). Die Macht des Heiligen Geistes in unserem Leben kann und wird uns in die richtige Richtung ziehen, wenn wir uns ihm nur unterstellen.
 
„Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in aller Wahrheit leiten.“ (Joh 16,13, siehe auch Joh 14,16) Der Heilige Geist ermächtigt uns, nach dem Gesetz und im Glauben zu leben, nicht durch Launen oder Emotionen, die die Welt so sehr beherrschen. Wir bereiten uns erfolgreich auf das Leben im Himmel vor, indem wir in dieser Welt unter der Anleitung des Heiligen Geistes treu leben.
 
Paulus riet: Denn euer Glaube sollte sich nicht auf Menschenweisheit gründen, sondern auf Gottes rettende Kraft.“ (1 Kor 2,5 Hfa). Die Verlockungen dieser Welt, die oft auf materiellem Besitz beruhen, ziehen uns weg von Gott. Im Gegensatz dazu zieht uns der Heilige Geist, wenn wir uns ihm nicht widersetzen, zu Jesus.
 
Der Erfolg im Kampf mit der Welt und ihren Verlockungen wird nur von außerhalb unserer selbst erzielt. Lies Hesekiel 36,26–27; Johannes 14,26 und Epheser 3,16–17: Was wird Gott tun, wenn wir es dem Heiligen Geist erlauben, Besitz von uns zu ergreifen, um sicherzustellen, dass wir den geistlichen Sieg erringen?
 
„Satan gewinnt durch falsche Lehren und Überlieferungen die Gewalt über den Verstand, und indem er die Menschen in den Irrtum verführt, entstellt er ihr ursprüngliches Wesen. Der Heilige Geist aber spricht durch die Heilige Schrift zum Herzen des Menschen und prägt ihm die Wahrheit ein. Dadurch legt er den Irrtum bloß und vertreibt ihn aus der Seele. Durch den Geist der Wahrheit, der sich uns durch Gottes Wort mitteilt, macht sich der Herr sein auserwähltes Volk untertan.“ (LJ 669)
 
Der Heilige Geist berichtet von der Wahrheit und ist das größte Geschenk, das Jesus uns geben konnte, um nach seiner Himmelfahrt die Dreieinigkeit auf der Erde zu repräsentieren. Der Heilige Geist strebt danach, uns die Kraft zu geben, damit wir die starken Verlockungen der Welt und ihren Zauber“ überwinden können.
 
Die Welt zerrt an uns allen, nicht wahr? Welche Entscheidungen kannst du genau jetzt treffen, die dir helfen können, dich dem Heiligen Geist zu unterstellen, der allein dir die Kraft geben kann, den Versuchungen der Welt zu widerstehen?
 
 

Weiterführendes Studium 

Ein Haushalter agiert nach dem Doppelprinzip Pflicht und Liebe. Denkt daran, dass Pflicht eine Zwillingsschwester hat: Liebe; beide vereint können fast alles erreichen, aber getrennt voneinander ist keine fähig, Gutes zu tun.“ (Ellen G. White, Testimonies for the Church, Bd. 4, S. 62) Pflicht ist Liebe in Aktion. Wir müssen uns nur mit Christi Opfer beschäftigen, damit die Liebe unser Pflichtgefühl wecken kann.
Die Prinzipien der Welt stehen im Gegensatz dazu: Hass und sein Zwilling Rebellion. Rebellion kann Hass in Aktion sein. Luzifer rebellierte gegen Gott (Hes 28,16–17) und wird damit nicht aufhören, bis er zerstört ist. Er verwandelte die Macht der Liebe in Liebe zur Macht. Die religiösen Führer Israels hassten die Autorität und Kraft, die Jesus besaß (Mt 22,29). Selbst als sie aus dem Tempel flohen und sich vor seinem stechenden Blick zurückzogen, änderten sie sich nicht.
Fragen für ein Gespräch:
  1. Befasst euch mit dieser Vorstellung von Liebe und Pflicht. Was meinte Ellen G. White, als sie sagte nachdem sie diese Zwillinge nannte , dass eine ohne die andere nicht fähig sei, Gutes zu tun“? Wie sieht Liebe ohne Pflichtgefühl aus, und wie sieht Pflichtgefühl ohne Liebe aus? Warum müssen beide zusammen agieren?
  2. Der Merktext dieser Woche lautet: Reichtum hilft nicht am Tage des Zorns; aber Gerechtigkeit errettet vom Tode. Wer sich auf seinen Reichtum verlässt, der wird untergehen; aber die Gerechten werden grünen wie das Laub.“ (Spr 11,4.28) Was bedeutet dieser Text? Was sagt er über Reichtum und was sagt er nicht?
  3. Sprecht über das Leben Salomos. Fragt euch, wie er so weit vom richtigen Weg abkommen konnte. Sucht im Buch Prediger nach Versen, die helfen, die Nichtigkeit und Leere weltlichen Besitzes zu offenbaren, selbst, wenn wir, wie Salomo, sehr viel davon haben. Was haben wir diese Woche über Gebet, Bibelstudium und eine Beziehung zu Christus gelernt, das uns geistlich auf dem richtigen Weg halten kann?
  4. Auf welche Weise können Menschen, die nicht viel weltlichen Besitz haben, trotzdem in die Falle tappen, die Satan für sie ausgelegt hat?
  5. Welche Antworten habt ihr auf die letzte Frage am Mittwoch über die verschiedenen Arten von Weisheit gefunden?
 
 
 

Ein Engel trug Betonsteine

Andrew McChesney, Adventist Mission
 
Vladimir Moskolenko weckte seine Frau Galina, mit der er in der kleinen ukrainischen Stadt Buzke lebt, auf. Er wollte ihr seinen ungewöhnlichen Traum erzählen: Ich hatte Betonsteine in der Hand. Sie waren sehr schwer. Da stand plötzlich ein riesiger, wunderschöner, leuchtender Engel vor mir. Er lächelte mir zu. Er nahm meine Hände in seine, trug die Betonsteine und hob sie hoch.“
 
Galina setzte sich auf. Sie betete schon einige Zeit um 5.000 Euro, um Betonsteine zu kaufen. Damit sollte ein verfallenes Gebäude in ihrem 1.400 Einwohner zählenden Ort zu einer Adventgemeinde umgebaut werden.
 
„Finanzielle Hilfe ist unterwegs“, sagte Galina. Ich weiß nicht, woher sie kommen wird, aber sie wird kommen.“
 
Zwei Tage später rief ein Gemeindemitglied an und sagte: Drei Freunde aus Polen sind bei mir zu Besuch.“ Daraufhin erklärte Galina ihrem Mann: Hier kommt unser Geld.“
 
Am Sabbat hörten die polnischen Besucher Galinas Predigt. Nach Sonnenuntergang erzählte sie ihnen von der Geldnot. Einige Tage später traf die Geldanweisung über 5.000 Euro ein.
 
Die renovierte Adventgemeinde in Buzke wurde 2016 nach elf Jahren Bauzeit eröffnet. Wie Galina sagte, wurde sie mit Gebeten und Wundern gebaut. Ein adventistisches Ehepaar aus Australien hatte 2.000 Euro für ein neues Dach gespendet. Die Euro-Asien-Division wie auch die zuständige Vereinigung stellten finanzielle Mittel bereit. Und Gemeindeglieder aus Amerika und der Tschechei spendeten Geld.
 
Gott und seine Engel griffen wiederholt ein, berichtete die 54-jährige Galina. Zu einem bürokratischen Kräftemessen kam es, als die Behörden die Genehmigung verweigerten, ein zweites Fenster in eine Wand zu schlagen. Ich betete dafür und dachte: Bitte, Gott, hilf uns, ein Loch in die Wand schlagen zu können‘“, sagte sie.
 
Dann geschah etwas Interessantes.
 
„Wir fingen an, das vorhandene Fenster zu reparieren. Dabei entstand ein Riss in der Wand“, berichtete sie. Die ganze Wand fing an, einzustürzen. Die Bauarbeiter versuchten rasch, die Mauer abzustützen. Aber während sie noch damit beschäftigt waren, stürzte sie völlig ein. Es war, als hätte ein Engel gesagt: Bitte schön!‘“, berichtete Galina und schnipste dabei mit dem Finger.
 
Das, sagte sie, ist, was geschieht, wenn du dein Bestes gibst und Gott vertraust: Er macht das Unmögliche möglich.
 
Galina Moskolenko ist Gemeindeleiterin in Buzke, Ukraine.
 
 

Lehrerteil

 
Lehrziele
 
Erkennen: Gottes Methode, um der Weltlichkeit zu entkommen, entdecken.
Empfinden: Befreiung von der Weltlichkeit durch geistliche Erneuerung erleben.
Handeln: Einen neuen persönlichen Fokus schaffen, um eine Rückkehr zur Weltlichkeit zu verhindern.
Übersicht
 
Erkennen: Jesus kennen
 
Auf welche Weise ordnet Bibelstudium unsere Prioritäten neu und regt geistliche Erneuerung an?
Wie kann Gebet so ausgerichtet werden, dass es über die bloße menschliche Wunschliste hinausgeht, um ein Mittel zur geistlichen Veränderung zu werden?
Welche Rolle spielt Weisheit beim Überwinden der Weltlichkeit? Wie wirkt der Heilige Geist mit dem Vater und dem Sohn zusammen, um unser Leben neu auszurichten und zu leiten?
Empfinden: Jesu Gegenwart spüren
 
Wie können wir ein tieferes Bewusstsein der Gegenwart Gottes in unserem Leben ausbilden?
Wie entwickeln wir eine intensivere Wertschätzung der Rolle des Heiligen Geistes bei der geistlichen Erneuerung?
Handeln: Unsere Hingabe zeigen
 
Wie reagieren wir auf die Einladung, geistliche Erneuerung zu erleben?
Wie vermeiden Christen emotionale Höhen und Tiefen, um ein beständiges Wachstum zu erleben?
Was können wir tun, um ein blühendes geistliches Leben zu erlangen?
Zusammenfassung
 
Ein geistliches Leben zu pflegen ist der einzig sichere Weg, um der Weltlichkeit zu entfliehen. Bibelstudium, Gebet, Gottesdienst, christliche Gemeinschaft und das Nachsinnen über die Wunder der Natur können alle dazu beitragen, unsere Weltsicht zu verändern und uns zu geistlicher Ganzheit aufzurufen.
 
Studientext: Sprüche 11,4.28
 
Schlüssel zum geistlichen Wachstum
 
Geistliches Leben gedeiht nur, wenn Gläubige bewusst die Praktiken kultivieren, die geistliche Nähe zu ihrem Schöpfer-Erlöser schaffen.
 
Hinweis für den Gesprächsleiter
 
Gärtner und Landwirte wissen, wie wichtig es ist, beständig in Kontakt mit dem Boden zu bleiben. Ziehe eine Pflanze aus der Erde und sie wird sterben. Die Wurzeln das Fundament der Pflanze können ohne die Nährstoffe, die sie durch ständigen Kontakt mit der Erde bekommen, kein Leben erhalten und keine Samen produzieren. Die physikalische Nähe der Wurzeln zum Boden ist entscheidend, damit die Pflanze leben kann. Licht und Feuchtigkeit spielen genauso eine Rolle, aber solange die Wurzeln nicht sicher in ihrer nährstoffreichen Erde verankert sind, nutzen die anderen positiven Faktoren wenig.
 
Dieses Prinzip trifft auch auf das geistliche Leben zu. Wenn ein Christ nicht nahe bei Jesus bleibt, kann die geistliche Nähe, die für den christlichen Glauben lebenswichtig ist, keine Wurzeln schlagen. Deshalb können Bibelstudium, Gebet, christliche Gemeinschaft und Gottesdienst nicht als optionale Elemente eines christlichen Lebens angesehen werden. Vielmehr müssen sie als notwendige Bestandteile eines wachsenden geistlichen Lebens betrachtet werden.
 
Aktion zum Einstieg
 
Entwurzle eine Woche vor dieser Studienbetrachtung eine Pflanze (eine Grasart oder Unkraut eignen sich dafür prima) und lasse sie sterben und in der Sonne trocknen. Bringe die tote Pflanze und eine kleine Topfpflanze in den Gesprächskreis mit. Wenn sich deine Gruppe im Freien trifft, wo Pflanzen wachsen, brauchst du die lebendige, eingetopfte Pflanze nicht mitbringen, sondern kannst zum Zweck der Verdeutlichung auf die Pflanzen um euch herum verweisen. Frage die Gesprächsteilnehmer, was die tote Pflanze mit einer lebendigen gemeinsam hat. Die Antworten können sich auf die Form, die Größe und möglicherweise die Farbe der Pflanze beziehen. Bitte die Teilnehmer, die grundlegenden Unterschiede zwischen den beiden Pflanzen zu benennen. Frage, woran es gelegen haben könnte, dass die Pflanze starb. Stellt Vergleiche mit dem geistlichen Leben an, nachdem du den Anwesenden mitgeteilt hast, dass das Entwurzeln die Pflanze sterben ließ. Was wird mit unserem geistlichen Leben geschehen, wenn wir nicht anhaltend Gottes Gnade durch die Mittel empfangen, die er uns zur Verfügung stellt?
 
Hinweis für den Gesprächsleiter
 
Eine der bemerkenswertesten Aussagen der Bibel findet sich in Römer 8,4–6: Damit die Gerechtigkeit, die das Gesetz fordert, in uns erfüllt werde, die wir nun nicht nach dem Fleisch wandeln, sondern nach dem Geist. Denn die da fleischlich sind, die sind fleischlich gesinnt; die aber geistlich sind, die sind geistlich gesinnt. Denn fleischlich gesinnt sein ist der Tod, doch geistlich gesinnt sein ist Leben und Friede.“ (Hervorhebung zugefügt) Nachdem Paulus in den ersten Kapiteln des Römerbriefs aufgezeigt hatte, auf welche Weise Jesus die gerechten Anforderungen des Gesetzes erfüllt hatte, machte er nun wagemutig geltend, dass diese Anforderungen jetzt in uns erfüllt werden sollen. Der Unterschied zwischen dem Leben vor der Bekehrung und dem neuen Leben liegt in der Richtung und dem Fokus unseres Denkens; und die Resultate unterscheiden sich so sehr wie Leben und Tod. Welche Gewohnheiten helfen uns, uns auf die himmlischen Dinge zu konzentrieren?
 
I. Himmlisches Vokabular Denkt in der Gruppe über Psalm 119,11; Johannes 5,39; 20,31; Lukas 24,27 und 1.Thessalonicher 2,13 nach.
 
„O Wort aus Gottes Mund! Noch nie genug erwägt, dich hab ich mir allein zum Grund der Seligkeit gelegt.“ (ghs 154) So beginnt ein klassisches Kirchenlied, das die Einladung ausspricht, sein geistliches Leben auf die Bibel zu bauen. Liederdichter, Theologen, Gewerbetreibende und praktisch jeder, der liest, verficht den Wert der Bibel, wenn es um Lebensveränderung geht. Haben wir nicht schon oft gehört, dass Menschen sich selbst die Wahrheit angelesen“ haben?
 
Der Wert der Bibel für geistliche Entwicklung ist unermesslich. Die Bibel errichtet eine Barriere gegen die Sünde (Ps 119,11). Auch wenn diese schützende Barriere für den beiläufigen Betrachter nicht sichtbar ist, ist sie real. Es ist nicht nötig, dass wir die Bibel an unserer Kleidung tragen wie damals die Pharisäer (ein modernes Gegenstück wäre wohl ein T-Shirt mit einem aufgedruckten Bibelvers), sondern wir sollen die Bibel in unserem Herzen tragen, indem wir das tägliche Bibelstudium und Gebet als höchste Priorität ansehen. Es wäre wünschenswert, dass der Kommentar von Paulus über die Gläubigen in Thessalonich auf alle heutigen Christen zutrifft: Und ihr seid unsere Nachfolger geworden-den und die des Herrn und habt das Wort aufgenommen in großer Bedrängnis mit Freuden im Heiligen Geist, sodass ihr ein Vorbild geworden seid für alle Gläubigen in Makedonien und Achaia.“ (1 Ths 1,6–7)
 
Zum Nachdenken
 
Auf welche Weise schützt uns die Bibel vor Sünde?
 
II. Himmlische Kommunikation Denkt in der Gruppe über Epheser 6,18; Markus 11,24 und Lukas 11,1–13 nach.
 
Der englische Geistliche Samuel Chadwick wird wie folgt zitiert: Das größte Interesse des Teufels besteht darin, die Christen vom Beten abzuhalten. Er hat nichts zu befürchten von Bibelstudium ohne Gebet, Arbeit ohne Gebet und Religion ohne Gebet. Er lacht über unsere Bemühungen, verspottet unsere Weisheit, aber zittert, wenn wir beten.“ Selten wurde die Wichtigkeit des Gebets so geschickt ausgedrückt. Jesus der einzig vollkommene Mensch der Geschichte ging früh morgens in die Hügel von Judäa, um Abgeschiedenheit zu finden und zu beten. Wenn der vollkommene Sohn Gottes die kontinuierliche Kommunikation mit Gott brauchte, um gut durch den Tag zu kommen, wie kommt es dann, dass wir unvollkommenen, sündigen Sterblichen das Gebet für so unwichtig erachten? Wenn das Gebet wirklich das Öffnen unseres Herzens für einen Freund bedeutet, warum sollten wir ein so großartiges Privileg ablehnen besonders, wenn wir bedenken, wer dieser Freund ist?
 
Jakobus, der Bruder von Jesus, erklärte: Und das Gebet des Glaubens wird dem Kranken helfen, und der Herr wird ihn aufrichten; und wenn er Sünden getan hat, wird ihm vergeben werden. Bekennt also einander eure Sünden und betet füreinander, dass ihr gesund werdet. Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist.“ (Jak 5,15–16) Wenn wir doch so ernsthaft nach Gebet lechzten wie unsere Lungen nach Luft!
 
Zum Nachdenken
 
Wie würde es einer Armee im Kampf ohne gute Kommunikation ergehen? Wie gut können wir erwarten, unseren Kampf gegen Satan auszufechten, ohne gute Kommunikation mit unserem Befehlshaber?
 
III. Weisheit von oben Denkt in der Gruppe über 1. Könige 3,9–14; Sprüche 8,11; 24,13–14 und 1. Korinther 3,19 nach.
 
Weisheit ist mehr als Information oder reines Wissen. Sie beinhaltet die Fähigkeit, aufgrund von Wissen und Erfahrung vernünftige Entscheidungen zu treffen und Urteile zu fällen. Sie schließt einen Reichtum an Wissen ein, das sich im Laufe der Zeit angesammelt hat, das angewandt und in verschiedenen Situationen und zu verschiedenen Zeiten erprobt wurde. Oft steht sie in einem sozialen Zusammenhang, wie bei Salomo, der Gott um Weisheit bat, um das Volk Israel erfolgreich zu führen. Wer könnte in einer besseren Lage sein, Weisheit zu erhalten, als ein Christ, der direkten Zugang hat zu dem, der uralt ist, der seit Ewigkeiten unendliches Wissen und unendliche Erfahrung besitzt?
 
Zum Nachdenken
 
Wie kann der Heilige Geist uns führen, göttliche Weisheit anzuwenden?
 
Hinweis für den Gesprächsleiter
 
Die Studienbetrachtung dieser Woche ist sehr wichtig für unsere Entwicklung als Gläubige, aber wenn nichts weiter als eine interessante Diskussion stattfindet, haben wir völlig versagt. Wenn wir in unserem geistlichen Wachstum Erfolg haben wollen, müssen die Gesprächsteilnehmer praktische Möglichkeiten finden, wie sie Gebet und Bibelstudium in ihr Leben integrieren können.
 
Fragen zur Anwendung
 
Wie kann ich regelmäßiger die Bibel studieren?
Wie kann ich mehr Zeit mit Beten verbringen, ohne dass es langweilig wird oder ich mich ständig wiederhole?
Welche praktischen Schritte kann ich unternehmen, die mir helfen, Weisheit herauszubilden?
Auf welche Weise kann der Austausch mit gleichgesinnten Gläubigen meine Gewohnheiten bezüglich Bibelstudium und Gebet verbessern?
Auf welche Weise könnte das Studium der Kirchengeschichte mir helfen, größere Weisheit zu erlangen?
Welchen Einfluss könnte eine längere Zeitspanne, die ich mit Gott verbringe, auf mein geistliches Wachstum haben?
Wie könnte das Beschäftigen mit biblischen Prinzipien im Gottesdienst meine geistliche Erneuerung voranbringen?
 
Hinweis für den Gesprächsleiter
 
Ermutige zu Aktionen, die Gebet und Bibelstudium in den Alltag der Anwesenden einbinden.
 
Aktionen
 
Bitte Freunde, Fotos von dir beim Gebet, Bibelstudium und während du deinen Glauben im Gottesdienst auslebst, zu machen. Nimm das beste Foto und pinne es an deinen Kühlschrank oder stelle es auf deinen Nachttisch oder an einen anderen Ort, an dem du es oft siehst, damit es dich ermutigt, weiterzumachen.
Richte dir in deiner Wohnung, an deinem Arbeitsplatz oder an einem anderen Ort, an dem du dich viel aufhältst, eine Anbetungsecke ein, wo du die Bibel studieren und beten kannst. Verwende die Ecke nur für diesen Zweck.
Beginne während deiner Zeit des Bibelstudiums, eine Liste mit Ideen anzufertigen, wie du als Christ anderen dienen kannst. Die Grundlage dieser Liste soll das sein, was du in der Bibel erforschst, nicht nur die Nöte“, die du in deiner Umgebung wahrnimmst.
Führe ein Gebetstagebuch, in dem Platz ist für die Zusammenfassung deiner Gespräche mit Gott und das jeweilige Datum. Wenn du Gebetsanliegen hast, lass Platz für spätere Notizen, wo du anmerken kannst, dass Gott das Gebet beantwortet hat.
 
 

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