Siegel aller Verheißungen – 29. Oktober 2021

 

Herausgegeben von der Generalkonferenz der Siebenten-Tags-Adventisten.

Übersetzt von ASI Deutschland.

 

29. OKTOBER

Siegel aller Verheissungen

 

Meine Seele ist tief betrübt bis zum Tod. Bleibt hier und wacht mit mir!“ Matthäus 26,38

 

Als Christus spürte, dass Seine Einheit mit dem himmlischen Vater unterbrochen war, befürchtete Er, in Seiner menschlichen Natur unfähig zu sein, den kommenden Konflikt mit den Mächten der Finsternis zu bestehen. Schon bei der Versuchung in der Wüste war das Schicksal der Menschheit auf dem Spiel gestanden, doch Christus war Sieger geblieben. Jetzt war der Versucher für das letzte schreckliche Ringen gekommen, auf das er sich während der ganzen drei Jahre, in denen Christus tätig gewesen war, vorbereitet hatte. Für Satan stand nun alles auf dem Spiel. Verlor er hier, war seine Hoffnung auf die Vorherrschaft zunichte. Die Reiche der Welt würden schließlich Christus gehören, und er selbst würde überwältigt und ausgestoßen werden. Ließe sich Christus aber überwinden, würde die Erde zu Satans Reich werden und die Menschheit für immer in seiner Gewalt bleiben. Die Folgen dieses Konfliktes vor Augen, war das Herz von Christus mit Grauen über die Trennung von Gott erfüllt. Satan redete ihm ein, dass Er als Bürge einer sündigen Welt auf ewig von Gott getrennt, mit Satans Reich verbunden und nie mehr mit dem Vater eins sein werde.

Was war durch dieses Opfer zu gewinnen? Wie hoffnungslos erschienen die Schuld und die Undankbarkeit der Menschen! Satan malte dem Erlöser die Lage in den schlimmsten Farben vor Augen: Das Volk, das den Anspruch erhebt, seine Mitmenschen in irdischen und geistlichen Dingen zu überragen, hat dich verworfen. Es sucht dich zu vernichten, dich, der du das Fundament, der Mittelpunkt und das Siegel aller Verheißungen bist, die ihm als einem auserwählten Volk gegeben wurden. Einer deiner eigenen Jünger, der deine Anweisungen gehört hat und ein führender Mitarbeiter im Gemeindedienst war, wird dich verraten. Einer deiner eifrigsten Nachfolger wird dich verleugnen. Alle werden dich verlassen! – Das ganze Wesen von Christus verabscheute diesen Gedanken. Dass jene, die zu retten Er versprochen hatte und die Er so sehr liebte, nun gemeinsame Sache mit Satan machen sollten, verletzte Ihn im Innersten. Der Kampf war schrecklich. Sein Ausmaß war durch die Schuld Seiner Nation, durch Seine Ankläger, Seinen Verräter und durch eine im Verderben liegende Welt bestimmt. Die Sünden der Menschen lasteten schwer auf Christus, und das Empfinden von Gottes Zorn über die Sünde drohte Sein Leben zu vernichten.

Seht Ihn den Preis erwägen, der für die menschliche Seele bezahlt werden muss! In Seiner Todesangst klammerte Er sich am kalten Boden fest, so als wollte Er verhindern, noch weiter von Seinem Vater weggezogen zu werden. — Sieg der Liebe, 669f

Zum Nachdenken: Wie gehe ich mit der Schuldenlast meiner Sünden um?
 

(Quelle: Ellen G. White, Jesus: Name Above All Names, Andachtsbuch 2021) 

 

 

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