Herr der Herrlichkeit – 26. Oktober 2021

 

Herausgegeben von der Generalkonferenz der Siebenten-Tags-Adventisten.

Übersetzt von ASI Deutschland.

 

26. OKTOBER

Herr der Herrlichkeit

 

Wenn wir ihn so fortfahren lassen, werden alle an ihn glauben; und dann kommen die Römer und nehmen uns das Land und das Volk weg!“ Johannes 11,48

 

Die Obersten der Juden hatten erwartet, dass Christi Wirken mit Seinem Tod enden würde. Stattdessen wurden sie Zeugen der wunderbaren Ereignisse am Pfingstfest. Sie hörten die Jünger mit bisher ungekannter Kraft und Entschlossenheit Christus verkündigen und sahen, wie deren Worte durch Zeichen und Wunder bestätigt wurden. In Jerusalem, der Hochburg des jüdischen Glaubens, bekannten Tausende offen ihren Glauben an Jesus von Nazareth als den Messias.

Die Jünger waren über die große Zahl der neu gewonnenen Nachfolger erstaunt und hocherfreut. Sie betrachteten diese wunderbare Ernte nicht als Ergebnis ihrer eigenen Bemühungen, sondern erkannten, dass sie die Arbeit anderer fortsetzten. Christus hatte den Samen Seines Wortes seit Adams Fall stets erwählten Dienern anvertraut, die ihn in Menschenherzen einpflanzen sollten. Auch Er selbst hatte die Saat der Wahrheit während Seiner Wirkungszeit auf der Erde ausgestreut und am Ende mit Seinem Blut begossen. Die Bekehrungen zu Pfingsten waren die Frucht dieser Saat, die Ernte Seiner Arbeit. So offenbarte sich die Macht der Lehre Christi.

So klar und überzeugend die Argumente der Apostel auch waren, hätten sie allein die Vorurteile nicht beseitigen können, die sich hinderlich in den Weg gestellt hatten. Durch die göttliche Macht des Heiligen Geistes jedoch wurde das Herz der Menschen von der Richtigkeit dieser Argumente überzeugt. Die Worte der Apostel waren wie Pfeile des Allmächtigen und überführten die Menschen, dass sie durch die Ablehnung und Kreuzigung des Herrn der Herrlichkeit schwere Schuld auf sich geladen hatten.

Während ihrer Ausbildung durch Christus war in den Jüngern die Erkenntnis gereift, dass sie den Heiligen Geist benötigten. Die Belehrung durch den Geist brachte ihnen die endgültige Befähigung, und so machten sie sich an ihr Lebenswerk. Sie waren keine unwissenden und ungebildeten Einzelkämpfer mehr, die sich uneins waren und einander widersprachen. Fortan setzten sie ihre Hoffnung nicht mehr auf weltliche Größe, sondern waren „einmütig“, „ein Herz und eine Seele“ (Apostelgeschichte 2,46; 4,32). Ihr ganzes Sinnen und Trachten war auf Christus gerichtet; Sein Reich voranzubringen war ihr Ziel. In Gesinnung und Charakter waren sie ihrem Meister ähnlich geworden, und die Menschen „erkannten, dass sie mit Jesus gewesen waren“ (4,13). — Gute Nachricht für alle, 36f

Zum Nachdenken: Die Jünger erhielten die „endgültige Befähigung“ für ihr Lebenswerk. Welche Fähigkeit fehlt mir noch, um mein Lebenswerk anzupacken?
 

(Quelle: Ellen G. White, Jesus: Name Above All Names, Andachtsbuch 2021) 

 

 

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